LVM Versicherung revolutionierte Homeoffice schon 1995 – ein Blick zurück
Tobias ZimmermannLVM Versicherung revolutionierte Homeoffice schon 1995 – ein Blick zurück
LVM Versicherung führte Homeoffice bereits vor über 25 Jahren ein – lange bevor es zum Standard wurde. Das Unternehmen startete 1995 ein Pilotprojekt, das 35 Mitarbeitenden ermöglichte, von zu Hause aus zu arbeiten. Damals stieß das Konzept noch auf Skepsis – selbst bei Gewerkschaften –, doch mittlerweile hat es sich als bewährte Praxis etabliert.
Am 1. Oktober 1995 begann das Projekt mit einer kleinen Gruppe von Beschäftigten. Technische Herausforderungen, insbesondere unzuverlässige Telefonverbindungen, machten die Anfangszeit schwierig. Dennoch bewarben sich bis zum Ende der Testphase über 100 Mitarbeitende um eine Teilnahme.
Um die Remote-Arbeit zu unterstützen, entwickelte die LVM in den 1990er-Jahren das LVM-Agentur-System (LAS) – eine sichere Plattform, die dezentralen Zugriff auf Unternehmensdaten ermöglichte und so Bedenken hinsichtlich Effizienz und Datensicherheit ausräumte. Mit der Zeit bewährte sich das Modell, und die von der LVM geschlossene Betriebsvereinbarung diente später als Vorlage für branchenweite Tarifverträge.
Heute arbeiten mehr als 2.500 Beschäfte flexibel im Homeoffice – vorausgesetzt, ihre Tätigkeit lässt dies zu. Das Unternehmen bietet verschiedene Modelle an: Mitarbeitende können bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus erledigen oder in Vollzeit am LVM-Campus präsent sein. Zudem ist es möglich, bis zu zwei Wochen pro Jahr auch aus dem Ausland im Homeoffice zu arbeiten.
Was 1995 als vorsichtiges Experiment begann, ist heute fester Bestandteil der Unternehmenskultur der LVM. Mit ihrer frühen Einführung flexibler Arbeitsformen setzte die Versicherung Maßstäbe für die gesamte Branche. Tausende Mitarbeitende profitieren mittlerweile von den Remote-Optionen – und das Modell entwickelt sich weiter.






