Essen plant strenge Designregeln für ein schöneres Stadtzentrum bis 2025
Jana HerrmannEssen plant strenge Designregeln für ein schöneres Stadtzentrum bis 2025
Essen arbeitet an einer neuen Gestaltungsverordnung für ein attraktiveres Stadtzentrum
Die Stadt Essen entwirft eine neue städtebauliche Gestaltungsverordnung, um das Erscheinungsbild und die Atmosphäre der Innenstadt zu verbessern. Die Regelungen betreffen Gebäudefassaden, Ladengeschäfte, Werbung sowie Straßenmöblierung. Damit sollen langjährige Probleme wie vernachlässigte Fassaden und überladene Beschilderung angegangen werden.
Die Verordnung ist Teil der Initiative "Zukunft.Essen.Innenstadt", die das Ziel verfolgt, die Essener Innenstadt für Einwohner:innen und Besucher:innen gleichermaßen einladender zu gestalten. Öffentliche Beteiligung spielt dabei eine zentrale Rolle – die finale Fassung soll bis Ende des Jahres vorliegen.
In einigen Bereichen des Stadtzentrums prägen derzeit schlecht instand gehaltene Fassaden, ungeordnete Werbeanlagen und uneinheitliche Außenbestuhlungen das Bild. Zwar gab es in den vergangenen fünf Jahren keine größeren optischen Veränderungen, doch die neue Verordnung wird klare Standards für diese Elemente setzen.
Die Stadt bietet zwei Wege zur Mitwirkung an: Zunächst findet am Donnerstag, dem 26. März, ein Workshop für ausgewählte Gastronom:innen, Einzelhändler:innen und Immobilienbesitzer:innen statt. Anschließend läuft vom Freitag, dem 27. März, bis Freitag, dem 24. April, eine Online-Umfrage, an der sich alle Interessierten beteiligen können.
Sämtliche Rückmeldungen fließen direkt in die endgültige Verordnung ein. Die rechtliche Grundlage bildet Paragraf 89 der Bauordnung für Nordrhein-Westfalen (BauO NRW), der sicherstellt, dass die Änderungen mit den landesweiten Vorschriften im Einklang stehen.
Die fertige Verordnung wird voraussichtlich im Dezember vorliegen. Sie gibt dann vor, wie Gebäude, Beschilderungen und öffentliche Räume in der Essener Innenstadt gestaltet sein sollen. Die Stadt erhofft sich davon ein harmonischeres und ansprechenderes Umfeld für alle, die dort leben, arbeiten oder zu Besuch sind.






