Feuerwehrverband NRW fordert mehr Unterstützung für ehrenamtliche Einsatzkräfte und kritische Infrastruktur
Hannah PetersFeuerwehrverband NRW fordert mehr Unterstützung für ehrenamtliche Einsatzkräfte und kritische Infrastruktur
Feuerwehrverband Nordrhein-Westfalen stellt Forderungen für Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung
Der Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen hat seine zentralen Forderungen für die anstehenden Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung vorgelegt. Im Fokus stehen eine stärkere Förderung der Feuerwachen sowie eine bessere Anerkennung des Engagements ehrenamtlicher Feuerwehrleute. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Finanzierung und den rechtlichen Schutz von Einsatzkräften in der gesamten Region zu verbessern.
Ein zentrales Anliegen des Verbandes ist die Aufnahme von Feuerwachen in die nationalen Infrastrukturinvestitionspläne. Die Organisation argumentiert, dass diese Einrichtungen zur kritischen Infrastruktur zählen, da sie 80 Prozent des Personals für den Zivil- und Katastrophenschutz stellen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wiedereinführung alternativer Dienstmöglichkeiten. Sollte die Wehrpflicht zurückkehren, fordert der Verband, dass Freiwillige Feuerwehren und Einheiten des Katastrophenschutzes als Ersatzdienststellen anerkannt werden. Dies würde die personellen Kapazitäten für den Einsatz in Notlagen deutlich erweitern.
Darüber hinaus setzt sich der Verband für eine Reform der Anerkennung von Dienstunfällen ein. Derzeit müssen verletzte Ehrenamtliche nachweisen, dass ihre Verletzungen dienstbedingt sind. Künftig sollen alle im Einsatz erlittenen Verletzungen automatisch als Dienstunfälle gelten – selbst wenn Vorerkrankungen bestehen.
Bei der Finanzierung pocht der Verband auf eine gleichberechtigte Förderung von Zivil- und Katastrophenschutz im Vergleich zur militärischen Landesverteidigung. Eine vollständige Handlungsfähigkeit in der nationalen Sicherheit erfordere beide Bereiche in gleichem Maße, so die Begründung.
Die Forderungen unterstreichen den dringenden Bedarf an mehr Investitionen in die Notfallversorgung und klareren rechtlichen Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche. Würden die Vorschläge umgesetzt, ließe sich die Katastrophenbewältigung deutlich stärken – und die Behandlung von im Einsatz Verletzten gerechter gestalten. Die Prioritäten des Verbandes fließen nun in die laufenden Koalitionsgespräche ein.






