Evonik schockt Anleger mit herabgestufter Quartalsprognose für 2025
Tobias ZimmermannEvonik schockt Anleger mit herabgestufter Quartalsprognose für 2025
Evonik senkt Prognose für das dritte Quartal 2025 – Aktienkurs rutscht ab
Evonik hat seine Finanzprognose für das dritte Quartal 2025 deutlich nach unten korrigiert, was den Aktienkurs des Konzerns unter Druck setzte. Das Unternehmen rechnet nun mit einem bereinigten EBITDA von nur noch 420 bis 460 Millionen Euro – deutlich unter den bisherigen Markterwartungen. Trotz der schwächeren Aussichten haben kürzlich zwei Führungskräfte Aktien des Unternehmens gekauft.
Die überarbeitete Prognose bedeutet einen starken Rückgang gegenüber den 577 Millionen Euro, die im Vorquartal erzielt wurden. Analysten hatten ursprünglich ein bereinigtes Betriebsergebnis von rund 500 Millionen Euro für den aktuellen Zeitraum erwartet. Die Hiobsbotschaft belastet die ohnehin schon seit Monaten schwächelnde Evonik-Aktie zusätzlich.
Noch vor dem jüngsten Kursrückgang hatte das Papier des Konzerns eine deutliche Erholungsphase durchlaufen. Zwischen Ende März 2026 und Anfang April kletterte die Aktie um etwa 12 Prozent und erreichte mit 16,57 bis 16,75 Euro ein Sechs-Monats-Hoch. In einigen Phasen wurden sogar Zuwächse von 25,37 Prozent verzeichnet. Doch die aktuelle Herabstufung hat einen Großteil dieser Gewinne wieder zunichtegemacht.
Vor diesem Hintergrund haben zwei Vorstandsmitglieder kürzlich beträchtliche private Investitionen in Evonik-Aktien getätigt. Claudine Mollenkopf, Mitglied des Vorstands, erwarb 6.500 Aktien im Wert von 95.875 Euro. Bereits im April hatte sie 5.000 und im August 6.000 Papiere gekauft. Auch Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand des Unternehmens, hatte im vergangenen August 2.999 Aktien gezogen.
Das Finanzmagazin DER AKTIONÄR rät indes zur Vorsicht und empfiehlt Anlegern, abzuwarten, bis sich klarere Anzeichen für eine Erholung der operativen Leistung und der Marktposition von Evonik abzeichnen, bevor sie Gelder investieren.
Die gesenkte Prognose vertieft zwar den Abwärtstrend der Evonik-Aktie, doch die Käufe durch Insider deuten auf ein gewisses Vertrauen in die langfristigen Aussichten des Konzerns hin. Die Meinungen der Analysten gehen jedoch auseinander. Der nächste Quartalsbericht, der für den 8. Mai 2026 erwartet wird, könnte weitere Klarheit bringen. Bis dahin steht das Unternehmen vor einer herausfordernden Phase, in der es darum geht, die Performance zu stabilisieren.






