DGB warnt: NRW-Schulen brauchen dringend Milliarden für bessere Bildung
Tim PetersDGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordbudget - DGB warnt: NRW-Schulen brauchen dringend Milliarden für bessere Bildung
DGB fordert mehr Investitionen in NRW-Schulen
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Nordrhein-Westfalen (NRW) aufgefordert, deutlich mehr in seine Schulen zu investieren. Trotz Rekordausgaben für Bildung entsprechen die Standards im Land laut Gewerkschaft nicht den politischen Versprechen. Eine aktuelle Studie zeigt tiefe Sorgen über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler – besonders im Ruhrgebiet.
Wie aus einem DGB-NRW-Bericht von 2023 hervorgeht, werden in den kommenden zehn Jahren rund 156 Milliarden Euro an öffentlichen Investitionen benötigt, um das Land zu modernisieren. Die Landesvorsitzende Anja Weber kritisierte die Kluft zwischen offiziellen Bekundungen und der Realität in den Klassenzimmern. Die Mittelaufstockungen hätten weder zu besseren Bedingungen für Schüler noch für Lehrkräfte geführt, so Weber.
Laut dem Finanzexperten Torsten Windels hinkt NRW bei den Bildungsausgaben hinter der allgemeinen Haushaltsentwicklung her. Seine Analyse ergab, dass die Investitionsquote des Landes über zwölf Jahre bei nur 10,1 Prozent lag – deutlich unter Bayern (16,2 Prozent) und Baden-Württemberg (15,4 Prozent). Windels forderte eine schnellere Nutzung der milliardenschweren Sonderreserve des Landes, um die Defizite zu beheben.
Aktuelle Untersuchungen im Ruhrgebiet zeichnen ein alarmierendes Bild: Am Ende der zehnten Klasse verfehlen 85 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Sprachstandards. Bei Grundschulkindern mangelt es fast einem Drittel an grundlegenden Kenntnissen in Deutsch und Mathematik, bevor sie auf weiterführende Schulen wechseln. Der DGB betont, dass diese Probleme über das Ruhrgebiet hinausgehen, und verlangt landesweite Maßnahmen.
Die Erkenntnisse des DGB verdeutlichen eine wachsende Schere zwischen Finanzmitteln und Bildungsergebnissen in NRW. Ohne höhere Investitionen droht das Land in der Bildungsqualität weiter zurückzufallen. Die Forderung der Gewerkschaft nach dringenden Reformen setzt die Politik nun unter Zugzwang, die Mittel neu zu verteilen.






