DGB und Wesels OB diskutieren über Arbeitsmarkt und Wirtschaftszukunft der Region
Tobias ZimmermannDGB und Wesels OB diskutieren über Arbeitsmarkt und Wirtschaftszukunft der Region
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Niederrhein traf sich am Freitag, dem 13. März 2026, mit Wesels Oberbürgermeister Rainer Benien. Unter der Leitung von Geschäftsführerin Angelika Wagner diskutierte die Gruppe im Rathaus drängende Arbeitsmarktfragen und die wirtschaftliche Zukunft der Region.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuellen Herausforderungen des Weseler Arbeitsmarktes sowie übergeordnete wirtschaftliche Trends. Seit 2020 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Stadt um etwa 4,2 Prozent gewachsen – langsamer als in Düsseldorf (7,1 %) oder Köln (6,8 %), aber schneller als in ländlich geprägten Regionen wie Siegen-Wittgenstein (2,9 %). Die Erholung der Rheinschifffahrt und Logistik nach der COVID-19-Pandemie sowie eine im Vergleich zu Industriezentren geringere Inflation haben dazu beigetragen, die lokale Wirtschaft zu stabilisieren.
Die DGB-Delegation brachte Bedenken hinsichtlich des Erhalts qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze und der Ausweitung der Tarifbindung vor. Wagner und ihr Team forderten zudem engere Abstimmung mit der Politik, um faire Arbeitsbedingungen, eine stabile Regionalwirtschaft und bessere soziale Absicherung zu gewährleisten. Oberbürgermeister Benien betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit und unterstrich, dass Kommunalpolitik, Unternehmen und Gewerkschaften an einem Strang ziehen müssten.
Beide Seiten bewerteten das Treffen als konstruktiv. Es markiert den Beginn einer fortlaufenden Kooperation zwischen der Stadtverwaltung Wesel und den Gewerkschaften, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen.
Die Gespräche legten den Grundstein für künftige gemeinsame Initiativen in Wesel. Zwar bleibt das Wirtschaftswachstum verhalten, doch gezielte Zusammenarbeit könnte helfen, Probleme auf dem Arbeitsmarkt zu lösen und langfristige Stabilität zu fördern. Weitere Gespräche zwischen der Stadt und dem DGB werden in Kürze erwartet.






