Bochum will Taxipreise flexibler gestalten – um gegen Uber zu bestehen
Jana HerrmannBochum will Taxipreise flexibler gestalten – um gegen Uber zu bestehen
Bochum prüft seine Taxitarifregeln, um im Wettbewerb mit Fahrvermittlungsdiensten wie Uber besser bestehen zu können. Die Stadtverwaltung erwägt Änderungen, die flexiblere Preise ermöglichen könnten. Dieser Schritt folgt einem Vorschlag der Freien Demokratischen Partei (FDP) im Stadtrat.
Die FDP hat vorgeschlagen, Taxiunternehmen zu erlauben, niedrigere Preise anzubieten und Kunden die Möglichkeit zu geben, vor Fahrtantritt Festpreise mit den Fahrern zu vereinbaren. Dieses Modell ähnelt der Arbeitsweise von Uber und vergleichbaren Diensten. Im Gegensatz zu Essen, wo für Fahrvermittlungs-Apps ein Mindestpreis festgelegt wurde, scheint Bochum einer anderen Strategie offen gegenüberzustehen.
Um die Optionen zu sondieren, hat die Stadt ein Gutachten zu einem möglichen neuen Tarifmodell in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Eine endgültige Entscheidung über mögliche Änderungen soll bis zum Spätsommer fallen.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie ein fairer Ausgleich zwischen traditionellen Taxis und der Konkurrenz durch digitale Plattformen gelingen kann. Seit Anfang 2026 gibt es keine öffentlichen Informationen über politische Diskussionen in Bochum oder Essen zu diesen Regelungen.
Falls das neue Preismodell genehmigt wird, könnten Taxen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung erhalten. Das würde ihnen helfen, direkter mit Fahrvermittlungs-Apps zu konkurrieren. Die Stadt wird jedoch abwarten, bis das Gutachten vorliegt, bevor sie endgültige Beschlüsse fasst.






