Bergisch Gladbach startet Neugestaltung des alten Druckerei-Sander-Geländes
Hannah PetersBergisch Gladbach startet Neugestaltung des alten Druckerei-Sander-Geländes
Bergisch Gladbach hat einen wichtigen Schritt zur Neugestaltung des ehemaligen Geländes der Druckerei Sander in der Sander Straße 37–47 unternommen. Die Stadt hat das Grundstück erworben und mit den Abrissarbeiten begonnen – die ersten größeren Aktivitäten seit der Einstellung des industriellen Betriebs zu Beginn der 2000er-Jahre. Nun bereiten die Verantwortlichen eine mögliche Nachnutzung vor und planen, die Anwohnerinnen und Anwohner in den Entscheidungsprozess einzubinden.
Das Areal beherbergte einst die Druckerei Sander, einen industriellen Betrieb, der von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis etwa 2005 in Betrieb war. Wirtschaftlicher Niedergang führte zur Schließung, gefolgt von Teilabrissen und Beräumungen. Die Stadt erwarb das Grundstück zwar bereits 2012, doch blieb eine nennenswerte Entwicklung bis heute aus.
Derzeit laufen die Abrissarbeiten auf Basis öffentlich-rechtlicher Genehmigungen, begleitet von Fachgutachtern, die den Prozess überwachen. Der Verkäufer bleibt bis zur vollständigen Beräumung und Übergabe des Geländes für die Maßnahmen verantwortlich. Ein geotechnisches Gutachten und ein Abrisskonzept liegen vor, wobei besonderes Augenmerk auf die Hangstabilität sowie den Schutz benachbarter Grundstücke und Straßen gelegt wird.
Das Grundstück fällt unter § 34 des Baugesetzbuchs und gilt damit als unbeplanter Innenbereich. Zwar steht noch keine endgültige Entscheidung fest, doch prüft die Stadt die Möglichkeit, das Gelände für den Bau einer Grundschule zu nutzen. Die Verantwortlichen betonen, wie wichtig transparente Gespräche mit den Anwohnern sind, bevor es weitergeht.
Sobald der Kaufpreis vollständig beglichen und die Flächenlastenfreiheit bestätigt ist, gehen Eigentum und alle damit verbundenen Rechte auf die Stadt über. Die Abrissarbeiten ebnen den Weg für die künftige Entwicklung, wobei die Stadt durch einen offenen Dialog klare Pläne erarbeiten will. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden entscheiden, ob auf dem Gelände eine neue Schule entsteht oder ein anderes Gemeinschaftsprojekt verwirklicht wird.






