14 November 2025, 22:09

Abschied von der täglichen *taz*-Printausgabe: Ein historischer Medienwandel

Eine Zeitung mit gedrucktem Text und Bildern.

Abschied von der täglichen *taz*-Printausgabe: Ein historischer Medienwandel

Die taz, eine renommierte deutsche Tageszeitung, steht vor einem bedeutenden Einschnitt in ihrer Verlagsgeschichte. Am 17. Oktober 2025 erscheint ihre letzte werktägliche Printausgabe – der Startschuss für den Übergang zu einem digitalen Erstveröffentlichungsmodell. Diese besondere Ausgabe, gestaltet vom Künstler Christian Jankowski, zeigt Druckerhände an den Seitenrändern und symbolisiert damit das Ende einer Ära.

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Die finale werktägliche Printausgabe ist als Sondernummer im taz-Online-Shop erhältlich. Sie enthält einen "auto-fiktionalen Agenten-Thriller" über die Zeitungsgeschichte, verfasst von 16 Redakteur:innen. Die beiden Chefredakteurinnen Barbara Junge und Ulrike Winkelmann steuern zehn exklusive Artikel bei, ergänzt durch internationale Autor:innen wie T.C. Boyle und Fatma Aydemir.

Die taz bereitet diesen Wandel bereits seit einiger Zeit vor. Ziel ist es, 70 Prozent der Print-Abonnent:innen zu digitalen Abos zu bewegen. Bisher liegt die Umstellungsquote bei 57 Prozent. Um den Übergang zu unterstützen, bietet die taz den täglichen Newsletter kressexpress an, der Verlagsnews und Stellenangebote bündelt. Von Montag bis Freitag setzt die Zeitung künftig auf digitale Ausgaben, während die Printversion nur noch samstags erscheint.

Für die Sonderausgabe hat die taz 13 Autor:innen eingeladen – darunter Sybille Berg und T.C. Boyle –, die sich in ihren Texten mit Abschied und Solidarität auseinandersetzen und so den historischen Schritt reflektieren. Mit der letzten werktäglichen Printausgabe am 17. Oktober 2025 beginnt für die taz ein neues Kapitel: Sie begrüßt das digitale Zeitalter, ohne ihr Print-Erbe zu vergessen.