38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld
Jana Herrmann38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld
Petition gegen Ausbau des deutschen Hochgeschwindigkeitsnetzes sammelt fast 38.000 Unterschriften
Gegner des Hochgeschwindigkeitsausbaus in Deutschland fordern einen Stopp für neue Strecken und eine Neuausrichtung der nationalen Bahnstrategie. Im Mittelpunkt der Kritik steht die geplante Verbindung zwischen Hannover und Bielefeld, auf der Züge die Fahrzeit auf 31 Minuten verkürzen könnten.
Die unter dem Titel "Deutschlands Fahrplan überdenken" gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und Fraueninitiativen aus Ostwestfalen organisiert. Insgesamt kamen 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 online zusammen.
Die Bahnbehörde hat zwölf mögliche Trassenkorridore für die neue Strecke vorgeschlagen. Bei einer Realisierung könnten Züge dort bis zu 300 km/h erreichen und die Reisezeiten deutlich verkürzen. Kritiker hingegen fordern, das Projekt entweder ganz zu stoppen oder deutlich zu reduzieren.
Die Unterzeichner der Petition setzen sich für niedrigere Höchstgeschwindigkeiten und einen Baustopp bei neuen Hochgeschwindigkeitsprojekten ein. Ihre Forderungen sind Teil einer breiteren Debatte über die ökologischen und sozialen Folgen des Bahninfrastrukturausbaus.
Die gesammelten Unterschriften werden nun offiziell geprüft. Bei Erfolg könnte die Petition eine Neubewertung der Strecke Hannover–Bielefeld und weiterer geplanter Hochgeschwindigkeitsverbindungen erzwingen. Das Ergebnis könnte auch Auswirkungen auf künftige Bahnprojekte im gesamten Land haben.






