Zwei Paderbornerinnen verlieren Zehntausende durch raffinierten Online-Betrug
Jana HerrmannZwei Paderbornerinnen verlieren Zehntausende durch raffinierten Online-Betrug
Zwei Frauen aus Paderborn sind auf ausgeklügelte Betrugsmaschen hereingefallen und haben dabei jeweils Zehntausende Euro verloren. Betroffen sind eine 23-Jährige und eine 68-Jährige. Die Fälle veranlassen die Polizei nun zu erneuten Warnungen vor Online-Betrug. Beide Opfer haben inzwischen Strafanzeige gestellt; die Ermittlungen laufen weiter.
Die ältere Geschädigte, eine 68-jährige Frau, wurde über Facebook Opfer von sogenannten Love-Scammern. Über sechs Monate hinweg wurde sie dazu gebracht, mehr als 80.000 Euro an einen angeblich im Nahen Osten verletzten Soldaten zu überweisen. Der Betrüger gab vor, das Geld für medizinische Behandlungen zu benötigen – doch die Polizei konnte die verwendeten E-Mail-Konten später nach Nigeria zurückverfolgen.
Im zweiten Fall verlor eine 23-Jährige über 60.000 Euro, nachdem sie ihre Online-Banking-Daten preisgegeben hatte. Sie war über eine Nachrichtenplattform kontaktiert und ihr mitgeteilt worden, sie habe einen Preis gewonnen – doch stattdessen wurde ihr Konto geleert. Ihre Bank hat die Transaktionen inzwischen eingefroren, und die Beamten versuchen, das Geld über eine Rückbuchung zurückzuholen.
Die Paderborner Polizei ruft die Bevölkerung daraufhin zur erhöhten Wachsamkeit auf. Sie rät davon ab, Geld an unbekannte Personen im Internet zu überweisen, persönliche Daten preiszugeben oder finanzielle Zusagen per Telefon oder Chat zu machen. Die Behörden empfehlen zudem, auf Widersprüche in den Schilderungen zu achten und bei unaufgeforderten Kontakten skeptisch zu sein.
Weitere Hinweise zum Schutz vor Betrug bietet die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.
Die beiden Fälle verdeutlichen die wachsende Gefahr durch Online-Betrug, bei dem Kriminelle mit emotionaler Manipulation und falschen Versprechungen hohe Summen ergaunern. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, und die Rückholung der verlorenen Gelder bleibt vorrangiges Ziel. Die Behörden betonen weiterhin, wie wichtig Vorsicht im Umgang mit unbekannten Kontakten im Netz ist.






