31 January 2026, 08:08

Zukunft der Netzentgelte: Bundesnetzagentur diskutiert Ende der Speicher-Befreiung bis 2029

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Zukunft der Netzentgelte: Bundesnetzagentur diskutiert Ende der Speicher-Befreiung bis 2029

Die Bundesnetzagentur hat Gespräche über die Zukunft der Netzentgelte für Betreiber von Energiespeichern eingeleitet. Die Beratungen sind Teil des AgNes-Prozesses, der untersucht, wie Speichersysteme zu den Netzkosten beitragen. Branchenverbände und Regulierungsbehörden diskutieren nun, ob die aktuellen Gebührenbefreiungen beibehalten oder angepasst werden sollen.

Nach den geltenden Regelungen sind Speicherbetreiber bis 2029 vollständig von Netzentgelten befreit. Die Behörde hat jedoch signalisiert, dass ein vorzeitiges Auslaufen dieser Befreiung möglich sei, und verwies auf Bedenken hinsichtlich wettbewerbsrechtlicher Nachteile für neuere Speicherprojekte. Beamte argumentierten, die Überarbeitung der Netzentgelte im Jahr 2023 habe ihnen größeren Spielraum eingeräumt, und Investoren hätten mögliche Änderungen einkalkulieren müssen.

Vertreter der Branche lehnten eine vorzeitige Streichung der Befreiung entschieden ab. Sie bestanden darauf, dass berechtigte Erwartungen bis zur Vorlage eines konkreten Gesetzesentwurfs Bestand hätten. Projektentwickler warnten, eine zu frühe Aufhebung der Befreiung könnte in den kommenden Jahren zu einem Kapazitätsengpass von mindestens zehn Gigawatt führen.

Die Behörde räumte ein, dass endgültige Entscheidungen über berechtigte Erwartungen erst in der Abwägungsphase getroffen würden, was Raum für individuelle Lösungen lasse. In der Diskussion ging es zudem um flexible Netzanbindungvereinbarungen (FCAs) und deren Rolle bei der Gestaltung künftiger Gebühren. Unterdessen wird erwartet, dass die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bis 2028 weitere Details zur Marktkommunikation über die AgNes-Übergangsregeln vorlegt.

Ziel der Behörde ist es, einen fairen Rahmen zu schaffen, der neue Speicherinvestitionen mit dem Schutz bestehender Projekte in Einklang bringt. Beide Seiten drängen auf Klarheit, um Planungsunsicherheiten bei der Speicherkapazität zu vermeiden.

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Die Debatte über die Netzentgelte für Speicher bleibt weiterhin ungelöst, wobei Regulierer und Branchenvertreter über Zeitplan und Fairness uneins sind. Die endgültige Entscheidung wird davon abhängen, wie neue Investitionsanreize mit dem Schutz bestehender Projekte in Einklang gebracht werden können. Das Ergebnis könnte erhebliche Auswirkungen auf die Energiespeicherkapazität Deutschlands in den kommenden Jahren haben.