07 May 2026, 22:08

Zoll beschlagnahmt seltenes US-Militärfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2

Schwarz-weißes Dokument mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" mit detaillierten Illustrationen von übergebenen deutschen Militärfahrzeugen, Schiffen und Ausrüstung.

Zoll beschlagnahmt seltenes US-Militärfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2

Zollbeamte in Deutschland haben bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle ein seltenes Militärfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt. Der 38-jährige Fahrer, der das Kettenfahrzeug von Norwegen nach Frankreich transportierte, sieht sich nun wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung mit einem Strafverfahren konfrontiert.

Der Vorfall begann, als Beamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt auf der Autobahn A2 einen Kleintransporter mit einem norwegisch zugelassenen Anhänger anhielten. Im Inneren entdeckten sie einen M29C Weasel – ein ungepanzertes amphibisches Kettenfahrzeug, das ursprünglich von den USA während des Zweiten Weltkriegs gebaut wurde. Der geschätzte Wert des Fahrzeugs betrug 12.500 Norwegische Kronen.

Der Fahrer gab an, von Norwegen nach Frankreich unterwegs zu sein, um den Weasel zu verkaufen. Zwar besaß er eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, doch fehlten ihm wichtige Unterlagen: eine Quittung, ein Kaufvertrag sowie die erforderlichen Zollpapiere der EU. Nach EU-Recht dürfen Waren aus Nicht-EU-Ländern nur dann zollfrei eingeführt werden, wenn ihr Gesamtwert 300 Euro nicht übersteigt. Alles, was diesen Schwellenwert überschreitet, muss deklariert werden, und bei der Einfuhr sind Zollgebühren zu entrichten.

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Da der Wert des Fahrzeugs den zollfreien Grenzwert bei Weitem überstieg und der Fahrer weder einen Nachweis über die Zahlung noch eine ordnungsgemäße Deklaration vorlegen konnte, musste er 700 Euro als Sicherheit für die erwarteten Einfuhrabgaben und eine mögliche Strafe hinterlegen. Der Fall wurde inzwischen eskaliert: Der Zoll hat ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet.

Für weitere Details wurde darum gebeten, sich direkt an das Hauptzollamt Bielefeld zu wenden. Der beschlagnahmte M29C Weasel bleibt vorerst in zollamtlicher Verwahrung, während die Ermittlungen andauern. Die unzureichende Deklaration des Fahrzeugs durch den Fahrer hat zu finanziellen Sanktionen und rechtlicher Prüfung geführt. Die Behörden betonten die Bedeutung der Einhaltung von Einfuhrbestimmungen beim Verbringen von Hochwertgütern in die EU.

Quelle