15 March 2026, 12:09

Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 an der Bayerischen Staatsoper

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Dirigenten in Anzug und Krawatte auf einer Bühne, der ein Orchester mit Geigen, Celli und Flöten leitet, während das Publikum auf Stühlen aufmerksam zuhört.

Generalmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 an der Bayerischen Staatsoper

Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Sein ursprünglich nur um zwei statt um die üblichen fünf Jahre verlängertes Engagement wurde nun bis zur Spielzeit 2028/29 bestätigt. Gleichzeitig bleibt Operndirektor Serge Dorny mindestens bis 2031 in seinem Amt und sichert so Kontinuität an der traditionsreichen Institution.

Der Dirigent, der die Position seit 2018 innehat, betont die Bedeutung von Erneuerung – sowohl für Einzelne als auch für Institutionen. Sein künftiger Abschied sei ein natürlicher Schritt, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen sei, auch wenn er über das Jahr 2029 hinaus keine festen Pläne habe.

Jurowskis Wirken an der Bayerischen Staatsoper begann 2018; er ist damit der 15. Generalmusikdirektor seit der Gründung des Hauses im Jahr 1653. Sein Führungsstil basiert auf Ausgewogenheit: Er warnt davor, zu lange in einer Position zu verharren oder sie zu früh zu verlassen. Stattdessen vertraut er auf sein Gespür, um zu erkennen, wann ein Wechsel notwendig ist.

Die kürzere Vertragsverlängerung statt der üblichen Fünfjahresfrist spiegelt diese Haltung wider. Die Entscheidung, bis 2029 zu bleiben, steht im Einklang mit seiner Überzeugung, dass Institutionen von regelmäßiger Erneuerung profitieren. Die Vorstellung eines Neuanfangs empfindet er als belebend – lieber konzentriert er sich auf die Gegenwart als auf starre Langzeitplanung.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits unter der Aufsicht von Bayerns Kunstminister Markus Blume. Namen wie Joana Mallwitz werden als mögliche Kandidaten gehandelt, doch eine offizielle Entscheidung steht noch aus. Dornys verlängerte Amtszeit als Operndirektor sorgt derweil für Stabilität und bildet einen Kontrast zu Jurowskis angekündigtem Abschied.

Bis dahin bleibt Jurowski seinem Amt verpflichtet und führt die Oper durch die kommenden Spielzeiten. Sein Führungsstil, geprägt von Anpassungsfähigkeit und Erneuerung, prägt weiterhin die Zukunft der Institution.

Jurowskis Abschied 2029 markiert das Ende einer Ära für die Bayerische Staatsoper. Der Dirigent verlässt das Haus ohne konkrete Pläne für die Zeit danach – ganz im Sinne seiner Vorliebe für Spontanität. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird eine Institution mit langer Tradition künstlerischer Exzellenz übernehmen, geleitet von einem Team, das sowohl Kontinuität als auch Wandel schätzt.

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