WKW-Insolvenz erschüttert 2.000 Mitarbeiter in NRW
Automobilzulieferer WKW meldet Insolvenz am Amtsgericht Wuppertal an
Der Automobilzulieferer WKW hat am Freitag, dem 20. September 2024, beim Amtsgericht Wuppertal Insolvenz angemeldet. Der Schritt folgt auf jahrelange finanzielle Schwierigkeiten. Rund 2.000 Mitarbeiter an den deutschen Standorten blicken nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
Die WKW Group, 1940 gegründet, zählte lange zu den wichtigen Akteuren der Automobilbranche. Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung, während die verbleibenden Anteile bei Susanna Mayer liegen. Einst beschäftigte WKW weltweit etwa 3.000 Menschen und erzielte 2023 einen Umsatz von 560 Millionen Euro in Europa und den USA.
Seit Jahren kämpft der Zulieferer mit finanziellen Problemen. 2022 entging er nur knapp dem Kollaps, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft übernommen hatte. Doch Sanierungsversuche scheiterten, und ein möglicher Rettungsdeal mit einem US-Investor platzte schließlich – das Unternehmen blieb ohne tragfähige Perspektive.
Sowohl die Walter Klein GmbH & Co. KG als auch die WKW-Aktiengesellschaft sind nun Teil des Insolvenzverfahrens. Betroffen sind 500 Arbeitsplätze in Wuppertal und 1.500 in Velbert. Die Belegschaft, die bereits monatelang in Unsicherheit lebte, sieht sich nun weiteren Risiken ausgesetzt.
Die Insolvenz markiert das Ende eines langen Niedergangs für ein Unternehmen, das einst für Stabilität stand. Die Mitarbeiter warten nun auf Klarheit über mögliche Entlassungen, Abfindungen oder Arbeitsplatzübernahmen. Das Verfahren wird unter der Aufsicht des Amtsgerichts Wuppertal weitergeführt.






