Willich senkt Strompreise erneut – Haushalte sparen bis zu 90 Euro jährlich
Tim PetersWillich senkt Strompreise erneut – Haushalte sparen bis zu 90 Euro jährlich
Strompreise in Willich sinken ab April 2026 erneut
Nach einer ersten Senkung zu Jahresbeginn werden die Stromkosten in Willich im April 2026 erneut fallen. Grund dafür sind gesunkene Beschaffungskosten und staatliche Fördergelder, die die finanzielle Belastung der Versorger verringern. Verbraucher zahlen damit weniger für die Grundversorgung – zusätzliche Ersparnisse sind durch fest gebundene Ökostromtarife möglich.
Der Standardstrompreis in Willich war bereits im Januar 2026 um 2,82 Cent pro Kilowattstunde gesunken, unterstützt durch eine 6,5-Milliarden-Euro-Spritze aus dem Klimaschutz- und Transformationsfonds der Bundesregierung. Ab dem 1. April reduziert sich der Preis nun um weitere 0,79 Cent pro Kilowattstunde, sodass die Gesamtentlastung seit 2025 bei 3,61 Cent liegt.
Der neue Grundversorgungspreis beträgt dann 33,84 Cent pro Kilowattstunde. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet das eine Ersparnis von etwa 90 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Alternativ können Kunden zu einem 24-monatigen Ökostrom-Festpreisvertrag wechseln, der bei 31,61 Cent pro Kilowattstunde liegt – rund 9 Prozent günstiger als der aktuelle Grundversorgungstarif.
Willich ist nicht der einzige Ort mit sinkenden Stromkosten. Auch andere deutsche Anbieter wie die Pfalzwerke, die Stadtwerke Solingen und Rhönenergie haben ihre Grundversorgungstarife in den letzten Monaten gesenkt. Die Pfalzwerke reduzierten ihre Preise um 5,87 Cent auf 36,24 Cent pro Kilowattstunde, in Solingen sanken die Kosten um 5,47 Cent, und Rhönenergie senkte seine Tarife um bis zu 4,6 Prozent auf 33,13 Cent.
Bundesweit liegen die Grundversorgungstarife jedoch in einigen Regionen weiterhin höher – bei Anbietern wie E.ON etwa zwischen 42 und 50 Cent pro Kilowattstunde. Zwar sanken die Netzentgelte um 2,2 Cent (eine Entlastung von 7 Prozent), doch steigende Großhandelspreise – seit März um 45 Prozent angezogen aufgrund der Spannungen im Iran – schmälern die Ersparnisse für Neukunden. Energieversorger passen ihre Grundversorgungspreise in der Regel einmal jährlich an, um Marktschwankungen und regulatorische Vorgaben auszugleichen.
Die jüngsten Preissenkungen in Willich sind das Ergebnis gesunkener Einkaufskosten und staatlicher Unterstützung. Mit dem neuen Grundversorgungstarif von 33,84 Cent pro Kilowattstunde profitieren Haushalte spürbar – besonders, wenn sie auf fest gebundene Ökostromverträge umsteigen. Die Entwicklung entspricht einem bundesweiten Trend, auch wenn regionale Unterschiede aufgrund von Marktbedingungen und Preisgefällen bestehen bleiben.






