01 May 2026, 08:10

Willich diskutiert umstrittene Kita-Gebühren: Eltern protestieren gegen höhere Kosten

Schwarz-weißes Plakat mit dem Text "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" mit einer Gruppe von Menschen, die gegen Kinderarbeit protestieren.

Willich diskutiert umstrittene Kita-Gebühren: Eltern protestieren gegen höhere Kosten

Die Stadt Willich steht unter finanziellem Druck und sucht nach Wegen, um Kosten zu sparen und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen zu generieren. Vorschläge zur Änderung der Kita-Gebühren haben bei Eltern und lokalen Initiativen heftige Reaktionen ausgelöst. Die Verwaltung prüft nun Optionen vor einer entscheidenden Frist Ende April.

Die Debatte begann, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung aufgefordert hatte, die Regeln für Elternbeiträge bis zum 28. April zu überarbeiten. Zwei zentrale Vorschläge liegen auf dem Tisch: die Kürzung von Geschwisterermäßigungen, um 500.000 Euro einzunehmen, sowie die Deckelung dynamischer Gebührensteigerungen bei drei Prozent, was weitere 100.000 Euro bringen würde.

Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es nicht darum gehe, Geschwisterrabatte komplett abzuschaffen, sondern die Familienbeiträge anzupassen. Er wies auch darauf hin, dass alle Empfehlungen zunächst von den gewählten Vertretern genehmigt werden müssten. Die SPD-Fraktion hat sich jedoch bereits gegen eine zusätzliche finanzielle Belastung der Eltern ausgesprochen.

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Der Widerstand wächst rasant. Marlene Mendes, eine Willicher Bürgerin, kritisierte die geplanten Gebührenerhöhungen und die mögliche Streichung der Geschwisterermäßigungen. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertretung (JAEB) lehnte Geschwistergebühren und höhere Anpassungen ab. In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird bereits eine 50-prozentige Geschwistergebühr für alle Betreuungsangebote erhoben.

Das Thema ist Teil einer größeren Kitakrise in Willich, wo Personalmangel und Schließungen von Einrichtungen viele Probleme ungelöst lassen.

Die Verwaltung wird ihre überarbeiteten Vorschläge bis Ende April vorlegen. Falls diese angenommen werden, würden sie zwar zusätzliche Einnahmen bringen, aber auch die Kosten für Familien mit mehreren Kindern erhöhen. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Stadtverantwortlichen, die zwischen Haushaltsnotwendigkeiten und wachsendem öffentlichen Widerstand abwägen müssen.

Quelle