Wie Solingens Friedhöfe auf neue Bestattungstrends reagieren
Bestattungstrends in Solingens evangelischen Friedhöfen haben sich in den letzten Jahren gewandelt
Traditionelle Sargbestattungen sind seltener geworden, während Urnenbeisetzungen stark zugenommen haben. Die Kirchen bieten zudem neue Optionen für Familien an, die schlichtere Lösungen suchen.
Seit 2014 steigt die Zahl der Urnenbeisetzungen auf Solingens evangelischen Friedhöfen deutlich an. 2022 machten sie bereits 69 Prozent aller Bestattungen aus. Gleichzeitig ging die Zahl der Sargbestattungen im selben Zeitraum kontinuierlich zurück.
Um den veränderten Bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es inzwischen pflegeleichte Grabvarianten. Dazu zählen Wiesengräber, Kolumbarien und Baumbestattungen. Einige Friedhöfe bieten sogar besondere Alternativen wie das „Kunst- und Kultur“-Urnengrab oder den „Garten der Hoffnung“ an. Diese Gräber sind mit einfachen Stein- oder Rasentafeln gekennzeichnet, auf denen der Name der oder des Verstorbenen steht.
Die pflegeleichten Varianten sind bei Angehörigen besonders beliebt. Sie ersparen die regelmäßige Grabpflege, da die Friedhofsmitarbeiter die Instandhaltung gegen eine einmalige Gebühr übernehmen, die bereits in den Grabkosten enthalten ist. Zudem haben die Kirchen ihre Friedhöfe für Nichtmitglieder geöffnet und so den Zugang erweitert.
Trotz der Veränderungen bleibt die Gesamtzahl der Bestattungen auf Solingens evangelischen Friedhöfen stabil. Jährlich gibt es zwischen 800 und 850 Beisetzungen. Der Trend zu Urnenbestattungen und pflegeleichten Gräbern spiegelt die sich wandelnden Wünsche der Familien in der Region wider.
