Wie NRWs Schienennetz Pendler tagtäglich in den Wahnsinn treibt
Nordrhein-Westfalens Schienennetz steckt in einer Dauer-Krise: Verspätungen und Ausfälle prägen den Alltag der Pendler. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, reiste der Journalist Nicolas Vordonarakis zwei Wochen lang durch die Region, untersuchte zentrale Strecken und begutachtete die Infrastruktur vor Ort.
Sein erster Stopp war der Duisburger Hauptbahnhof, wo umfangreiche Bauarbeiten die Verspätungen zusätzlich verschärfen. Auch im Rhein-Ruhr-Express – der meistgenutzten Zugverbindung Deutschlands – begleitete er den frustrierenden Alltag der Fahrgäste.
Während seiner Recherchen erlebte Vordonarakis mit, wie Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) im RE4 von Aachen nach Düsseldorf auf wütende Pendler traf. Viele beklagten die unzuverlässigen Verbindungen, woraufhin Krischer eine Lösung ankündigte: Er werde sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Inhaber des Deutschlandtickets bei Ausfällen ihrer Regionalzüge vorübergehend auf ICE- oder Intercity-Züge ausweichen dürfen.
Das für 49 Euro monatlich eingeführte Deutschlandticket sollte das Reisen vereinfachen – doch die anhaltenden Störungen lassen viele an seinem Nutzen zweifeln. Vordonarakis' Erkenntnisse werden in einer Sondersendung von Westpol Spezial am Sonntag, 25. Mai, um 19:30 Uhr im WDR Fernsehen ausführlich vorgestellt. Die Reportage steht anschließend auch in der ARD Mediathek zur Verfügung.
Der Bericht zeigt die tiefgreifenden Probleme des nordrhein-westfälischen Schienennetzes auf. Während Krischer mit der vorübergehenden Freigabe von Fernzügen für Entlastung sorgen will, soll die Sendung die Debatte über Lösungsansätze weiter vorantreiben.






