Wie ein Grasstreifen eine 16-jährige Freundschaft zerstörte
Eine jahrelange Freundschaft zwischen zwei Nachbarinnen in Florida ist in erbitterte Feindschaft umgeschlagen. Melissa und Victoria, die seit 16 Jahren Tür an Tür in West Palm Beach leben, liefern sich mittlerweile einen zermürbenden Streit um ein schmales Stück Land. Ihr Konflikt ist einer von vielen, die in der neuen Doku-Serie "Nachbarn" porträtiert werden – eine Reihe, die reale Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern in den USA begleitet.
Einst waren Melissa und Victoria eng befreundet, hatten auf die Kinder der anderen aufgepasst und an den Hochzeiten der jeweils anderen teilgenommen. Doch heute ist ihr Verhältnis vollständig zerbrochen. Der Streit dreht sich um einen nur drei mal drei Meter großen Grasstreifen neben Melissas Einfahrt – und keine der beiden Frauen will nachgeben.
Das Duo versuchte, den Konflikt durch eine Mediation beizulegen. Doch die Hoffnung auf Versöhnung währte kurz: Schon nach fünf Minuten war der Waffenstillstand gescheitert. Victoria behauptet seitdem, sie fürchte um ihre Sicherheit, und betont, der Streit habe bei ihr ein Bedrohungsgefühl ausgelöst.
Ihre Geschichte ist nur eine von mehreren, die "Nachbarn" aufgreift. In einer anderen Folge will ein Mann seinen Garten in einen Mini-Bauernhof verwandeln – sehr zum Ärger seines Nachbarn. Eine weitere Episode zeigt einen ehemaligen Politiker, der von seiner Nachbarin verlangt, eine Mauer um ihr Grundstück zu entfernen. Viele der in der Serie Porträtierten zögern nicht, die Polizei einzuschalten, und eskalieren so kleine Meinungsverschiedenheiten zu handfesten Konflikten.
Melissa hat klar gemacht, dass sie Victoria nicht länger als Nachbarin dulden will. Die Dokumentation hält den Niedergang einer einst innigen Freundschaft fest, die heute von Feindseligkeit und Misstrauen geprägt ist. Ohne Aussicht auf eine Lösung zeigt der Streit um ein kleines Stück Gras, wie schnell nachbarliche Beziehungen zerbrechen können.






