26 December 2025, 16:23

Wie ein Familienbetrieb aus Filderstadt Duschwasser in Energie verwandelt

Ein paar Gebäude mit Pfählen, Lichtern und Fenstern, die von einem Wasserbehälter gekrönt zu sein scheinen.

Wie ein Familienbetrieb aus Filderstadt Duschwasser in Energie verwandelt

Ein Familienbetrieb aus Filderstadt geht gegen Energieverschwendung auf ungewöhnliche Weise vor: die Unocconi GmbH

Steffen Nittbaur arbeitete über 25 Jahre als Industrieingenieur bei Mercedes-Benz, bevor er sich neu orientierte. Nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen studierte er Umweltwissenschaften und schloss mit einem Master ab. 2021 gründete er gemeinsam mit seinem Sohn die Unocconi GmbH, um die Wärmerückgewinnung aus Duschwasser in Deutschland zu etablieren.

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Die Technologie selbst ist in Teilen Europas bereits gut eingeführt. Doch strenge Vorschriften – insbesondere das Fehlen einer Trinkwasserzertifizierung – haben sie in Deutschland bisher selten gemacht. Experten betonen jedoch, dass sie in allen Neubauten und Sanierungen Standard sein sollte. Die dezentrale Wärmerückgewinnung aus Duschen zählt zu den effizientesten Methoden, um den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken.

Valentin Nittbaur, der einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft hält, stieg Anfang 2025 fest ins Unternehmen ein. Die beiden sind nicht die Einzigen, die sich für diese Idee einsetzen. Weitere wichtige Akteure sind „Der Warmduscher“, der Nachrüstsets anbietet, Zypho, das in Portugal vertikale und horizontale Systeme herstellt, sowie ECOshower by Wagner, das Kaltwasser mithilfe von Abwärme vorwärmt und so bis zu 40 % Energie spart.

Steigende Energiekosten und das europäische Emissionshandelssystem haben Effizienz zur Priorität gemacht. Die Arbeit der Nittbaurs knüpft genau hier an – sie nutzen eine oft übersehene Ressource und verwandeln sie in eine praktische Lösung.

Die Unocconi GmbH agiert inzwischen in einem wachsenden Markt, getrieben von ökologischen und wirtschaftlichen Zwängen. Ihr System recycelt Wärme, die in den meisten Gebäuden ungenutzt bleibt, und bietet eine einfache Möglichkeit, die Energiekosten zu senken. Angesichts des zunehmenden Fokus auf nachhaltiges Bauen könnten solche Lösungen bald deutlich verbreiteter sein.