Wesel feiert erstes gemeinsames Iftar als Zeichen des Zusammenhalts im Ramadan
Hannah PetersWesel feiert erstes gemeinsames Iftar als Zeichen des Zusammenhalts im Ramadan
Wesel veranstaltet erstes gemeinschaftliches Iftar, um während des Ramadan zusammenzubringen
Rund 100 Gäste unterschiedlicher Glaubensrichtungen, lokaler Gruppen und politischer Hintergründe kamen in Wesel zum ersten gemeinsamen Iftar der Stadt zusammen. Die Veranstalter wollten mit dem Event den Dialog fördern und das soziale Miteinander stärken.
Mit dem Sonnenuntergang eröffnete Julian Agushi von Horizont e.V. den Abend mit dem Gebetsruf. Anschließend teilten die Gäste ein Iftar-Mahl – ein vielfältiges Büfett, mit dem sie gemeinsam ihr Fasten brachen. Das Fasten im Ramadan ist eine zentrale Praxis im Islam und steht für eine Zeit der Besinnung und spirituellen Entwicklung.
Vertreter lokaler Gemeinden sprachen über die Bedeutung von Gemeinschaft, Selbstreflexion und Zusammenhalt im heiligen Monat. Die Veranstaltung war eine gemeinsame Initiative islamischer Kulturvereine, katholischer und evangelischer Kirchen sowie der Stadt Wesel. Bürgermeister Rainer Benien betonte, wie solche Begegnungen die Einheit und den gegenseitigen Respekt unter den Bürgern fördern.
Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, unterstrich die Symbolkraft des gemeinsamen Essens. Das Teilen einer Mahlzeit schaffe Verbindungen über alle Unterschiede hinweg, so Zerhouni. Die Organisatoren dankten zudem allen beteiligten Gemeinschaften und der Integrationsbeauftragten der Stadt für die Unterstützung.
Obwohl es in Wesel das erste Iftar dieser Art war, gibt es ähnliche interreligiöse Treffen bereits in anderen deutschen Städten. In den vergangenen Jahren fanden etwa in Gelsenkirchen, Dortmund und Hannover gemeinsame Iftars statt, wenn auch ohne genaue Teilnehmerzahlen.
Die Veranstaltung bot Menschen verschiedener Glaubensrichtungen in Wesel einen Raum des Austauschs. Durch Essen und Gespräche festigten die Teilnehmenden die Verbundenheit in der Gemeinschaft. Die Organisatoren hoffen, dass solche Initiativen auch künftig das Verständnis und die Zusammenarbeit fördern werden.






