Warum nur 17 Prozent der Männer in Deutschland zur Krebsvorsorge gehen

Tim Peters
Tim Peters
2 Min.
Ein Mann in einer blauen Uniform sitzt auf dem Boden vor einem Urinal und hält eine Pfeife in der Hand, umgeben von Reinigungsmitteln, mit Urinalen an der linken Wand und einem Fenster auf der rechten Seite.Tim Peters

Wann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Warum nur 17 Prozent der Männer in Deutschland zur Krebsvorsorge gehen

Früherkennung von Männerkrebs bleibt in Deutschland eine Herausforderung

Nur ein kleiner Teil der Männer in Deutschland nimmt regelmäßig urologische Vorsorgeuntersuchungen wahr. Experten empfehlen mittlerweile den PSA-Test als Hauptmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs – anstelle älterer Verfahren. Dennoch meiden viele Männer diese Untersuchungen, oft aus Unbehagen vor bestimmten Untersuchungen.

Laut der Deutschen Krebshilfe lassen sich lediglich 17 Prozent der Männer regelmäßig vom Urologen untersuchen. Diese geringe Teilnahme ist alarmierend, da Tumore in Blase, Nieren oder Hoden oft lange ohne frühe Symptome verlaufen. Um die Früherkennung zu verbessern, wird Männern geraten, ab Mitte 40 ihren ersten PSA-Basiswert bestimmen zu lassen. Dieser dient als Referenz für spätere Kontrollintervalle.

Die PSA-Werte entscheiden über die Häufigkeit der Nachsorge: Bei einem Wert von 1,5 oder niedriger reicht eine erneute Testung nach fünf Jahren. Liegt der Wert zwischen 1,5 und 3, sind alle zwei Jahre Kontrollen nötig. Steigt der PSA-Wert schnell an oder übersteigt er 3, raten Ärzte zu weiteren Abklärungen.

Trotz des Umstiegs auf den PSA-Test scheuen einige Männer weiterhin Vorsorgeuntersuchungen. Die Vorstellung einer digital-rektalen Untersuchung, früher Standard bei Prostatachecks, wirkt nach wie vor abschreckend. Aktuelle Leitlinien setzen jedoch auf die Blutanalyse des PSA-Werts als primäre Methode zur Früherkennung.

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 79.600 neue Prostatakrebsfälle registriert. Unklar bleibt jedoch, wie viele Männer tatsächlich einen PSA-Test erhalten haben – ebenso wie regionale oder altersbedingte Unterschiede bei den Vorsorgequoten.

Ziel der PSA-basierten Früherkennung ist es, Prostatakrebs in einem Stadium zu entdecken, in dem die Behandlung am erfolgreichsten ist. Regelmäßige urologische Kontrollen helfen zudem, andere Krebserkrankungen zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Die nach wie vor niedrigen Teilnahmezahlen zeigen jedoch, dass mehr Aufklärung und gezielte Ansprache nötig sind, um Männer zu diesen potenziell lebensrettenden Untersuchungen zu motivieren.

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