Vion schließt Rindfleischwerk in Hilden bis Februar 2026 endgültig
Vion kündigt endgültige Schließung seines Rindfleischwerks in Hilden bis Februar 2026 an
Der Fleischkonzern Vion wird sein Rindfleischverarbeitungswerk in Hilden bis spätestens Februar 2026 dauerhaft schließen. Die Entscheidung folgt auf einen gescheiterten Verkaufsversuch und ist Teil des schrittweisen Rückzugs des Unternehmens aus Deutschland. Von der Schließung betroffen sind rund 160 Mitarbeiter.
Im September 2024 hatte Vion vereinbart, seine Rindfleischstandorte in Buchloe, Crailsheim, Waldkraiburg und Hilden an die Premium Food Group (PFG) zu verkaufen. Das Bundeskartellamt blockierte die Übernahme jedoch mit Verweis auf die marktbeherrschende Stellung von PFG im Rindfleischsektor, woraufhin das Geschäft platzte.
Das Werk in Hilden verarbeitete einst bis zu 1.000 Tonnen Rindfleisch pro Woche, die Produktion war jedoch zuletzt auf 350 bis 400 Tonnen gesunken. Vion begründete die Schließung mit anhaltenden strukturellen Veränderungen in der Branche. Nun sucht das Unternehmen erneut nach Käufern für seine verbleibenden deutschen Standorte.
Aktuell laufen Gespräche mit dem Betriebsrat, um einen Sozialplan für die betroffenen Beschäftigten auszuhandeln. Vion plant, die Produktion auf andere Standorte zu verlagern, um die Auswirkungen auf die Kunden möglichst gering zu halten.
Die Schließung ist ein weiterer Schritt in Vions Rückzug aus Deutschland, während sich das Unternehmen auf die Benelux-Region konzentriert. Den Mitarbeitern wird während des Anpassungsprozesses Unterstützung angeboten, die Produktion soll schrittweise an alternative Standorte verlegt werden. Als endgültiges Schließungsdatum ist der 28. Februar 2026 vorgesehen.
