Viersener Schule und Verein stärken Erinnerungskultur für weitere drei Jahre
Tobias ZimmermannViersener Schule und Verein stärken Erinnerungskultur für weitere drei Jahre
Der Verein zur Förderung der Erinnerungskultur in Viersen hat seine Partnerschaft mit der Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken für weitere drei Jahre verlängert. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Bewahrung des Gedenkens an die Opfer der NS-Zeit; neue Projekte und Bildungsinitiativen sind bereits angelaufen.
Im Rahmen der verlängerten Vereinbarung wird die Lehrerin Corinne Flasshoff eine Schülerprojektgruppe leiten, die im Kreisarchiv zur regionalen Geschichte forscht. Ziel ist es, die Jugendlichen an wissenschaftliche Recherchemethoden heranzuführen und gleichzeitig die Vergangenheit der Region zu erkunden.
Flasshoff plant zudem mit ihrer Klasse eine erneute Besichtigung der Holocaust-Gedenkstätte in der Nähe der St.-Joseph-Kirche. Damit knüpft sie an die laufenden Bemühungen an, das Verständnis der Schüler für historische Ereignisse zu vertiefen.
Schulleiterin Ilka Werner unterstützt die Aktion "Reinigung der Stolpersteine" und regt die Mitarbeit des Kollegiums an – insbesondere vor dem 9. November, einem bedeutenden Datum im deutschen Gedenkkalender. Die nächste Verlegung von Stolpersteinen in der Viersener Innenstadt ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Die erneuerte Partnerschaft wird Schüler weiterhin aktiv in die Erinnerungskultur einbinden. Forschungsprojekte, Gedenkstättenbesuche und die Pflege der Stolpersteine bleiben feste Bestandteile des schulischen Lehrplans. Die nächste Phase der Verlegungen wird diese Bemühungen noch stärker in der lokalen Gemeinschaft verankern.






