"Kein Spatz in Leben": Bayern ärgerlich nach Roter Karte für Díaz - VAR-Chaos in Leverkusen: Bayerns Frust und eine falsche Rote Karte
Frustration nach Bayerns 1:1 in Leverkusen: Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Debatten
Das 1:1 des FC Bayern München bei Bayer Leverkusen endete in Frustration über umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Beide Mannschaften sahen entscheidende Szenen durch Eingriffe revidiert – Spieler und Trainer zeigten sich verwirrt. Die Partie nährte damit die wachsende Diskussion über die Auswirkungen des Videobeweises auf die Bundesliga in dieser Saison.
Die Kontroversen begannen früh, als Jonathan Tah von Leverkusen in der 26. Minute ein Tor erzielt hatte, das später aberkannt wurde. Später glaubte Bayerns Harry Kane in der 61. Minute den Führungstreffer markiert zu haben – doch der VAR griff ein und annullierte den Treffer wegen eines minimalen Handspiels. Bayerns Torhüter Sven Ulreich kritisierte die Entscheidung als übertrieben hart.
Leverkusens Trainer Vincent Kompany war wütend über die Rote Karte gegen Luis Díaz in der 84. Minute. Der kolumbianische Flügelspieler sah nach leichtem Kontakt mit Torwart Janis Blaswich im Strafraum die zweite Gelbe Karte. Schiedsrichter Christian Dingert gab später zu, dass die Entscheidung falsch gewesen sei, und bezeichnete sie als Fehler. Kompany nannte die Feldverweisung "Wahnsinn" und betonte, niemand im Stadion habe die Entscheidung nachvollziehen können.
Das Spiel reiht sich ein in eine Serie von VAR-Streitfällen, die die Bundesliga in dieser Saison belasten. In den vergangenen zwei Spielzeiten stieg die Zahl der korrigierten Platzentscheidungen deutlich an – von 62 in der Saison 2023/24 auf 78 in der aktuellen Spielzeit. Vereine, Fans und Medien kritisieren immer wieder die Inkonsistenz und die Unterbrechungen durch die Eingriffe.
Das Remis hinterlässt bei beiden Teams offene Fragen zur Spielführung. Leverkusen wurden zwei Tore aberkannt, während Bayern einen Spieler durch eine später als falsch eingestandene Entscheidung verlor. Angesichts der wachsenden VAR-Kontroversen steht der DFB unter zunehmendem Druck, die Mängel des Systems zu beheben, bevor sich die Spannungen weiter verschärfen.