04 April 2026, 12:09

Ursula Heinen-Esser wird neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ursula Heinen-Esser wird neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Ursula Heinen-Esser ist einstimmig zur neuen Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) gewählt worden. Die Abstimmung fand am Mittwoch statt, wobei alle Delegierten ihre Kandidatur unterstützten. Sie folgt auf Simone Peter, die im Juni angekündigt hatte, nicht erneut für das Amt zu kandidieren.

Heinen-Esser bringt umfangreiche politische und wirtschaftliche Erfahrung in die Position ein. Die ausgebildete Volkswirtin war von 1998 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags. In dieser Zeit bekleidete sie Schlüsselpositionen, darunter die der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ab 2007 sowie später im Bundesumweltministerium von 2009 bis 2013.

2018 übernahm sie das Amt der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen. Allerdings trat sie 2022 im Zuge der sogenannten Mallorca-Affäre von diesem Posten zurück. Seit 2021 leitet sie den Schutzverband Deutscher Wald.

Der neue BEE-Vorstand wird sein Amt offiziell bei der Sitzung am 7. Oktober antreten. Nach ihrer Wahl bedankte sich Heinen-Esser bei den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie betonte, dass die Stärkung des BEE als einheitliche Stimme der Erneuerbaren Energien oberste Priorität habe.

Ihre Amtszeit beginnt in einer entscheidenden Phase der Energiepolitik. Die Bundesregierung treibt mehrere Reformen voran, darunter das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), das bis Mitte April 2026 vom Kabinett beschlossen und bis zum 1. Juli 2026 umgesetzt werden soll. Zudem steht das Gaspaket Ende März 2026 auf der Kabinettsagenda, begleitet von Überarbeitungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des im Februar 2026 verabschiedeten Wasserstoffbeschleunigungsgesetzes.

Als BEE-Präsidentin wird Heinen-Esser eine zentrale Rolle bei der Gestaltung dieser anstehenden Energiepolitiken spielen. Der Verband strebt nun unter ihrer Führung eine Konsolidierung seines Einflusses an. Die nächste Vorstandssitzung am 7. Oktober markiert den offiziellen Beginn ihrer Amtszeit.

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