18 January 2026, 04:35

Unbekannte NS-Bilder: Gütersloh zeigt private Filme aus Westfalen 1933–1945

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Westfalen auf schwarzem Hintergrund.

Unbekannte NS-Bilder: Gütersloh zeigt private Filme aus Westfalen 1933–1945

Sonderfilmvorführung im Gütersloher Volkshochschulzentrum (VHS) am 27. Januar 2023

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Am 27. Januar 2023 findet um 19:00 Uhr im Volkshochschulzentrum (VHS) Gütersloh eine besondere Dokumentation ihre Premiere: „Unter dem Hakenkreuz: Westfalen 1933–1945 in Amateurfilmen“ – ein 70-minütiger Film des LWL-Medienzentrums für Westfalen. Die gemeinsame Veranstaltung von VHS, Stadtarchiv Gütersloh und LWL-Medienzentrum lädt zum historischen Rückblick ein und präsentiert selten gesehenes Filmmaterial aus der NS-Zeit.

Die Dokumentation zeigt über 60 private Filmaufnahmen aus der Zeit des Nationalsozialismus und bietet damit einen einzigartigen Einblick in den Alltag in Westfalen-Lippe zwischen 1933 und 1945. In zehn Kapiteln strukturiert, beleuchtet der Film familiäre Momente, öffentliche Feiern und die Veränderungen der Region während des Krieges. Statt auf offizielle Propaganda zu setzen, konzentriert er sich auf persönliche Aufnahmen, die zeigen, wie die Menschen diese Epoche erlebten.

Dr. Ralf Springer, Experte des LWL-Medienzentrums, wird die Vorstellung mit einer Einführung begleiten. Im Anschluss an die Filmvorführung leitet er eine Diskussion, um die Themen und den historischen Kontext zu vertiefen. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, um Voranmeldung unter www.vhs-gt.de wird jedoch gebeten, um einen Platz zu sichern. Spontane Besucher können bei freien Kapazitäten teilnehmen. Die Veranstalter betonen die Bedeutung eines kritischen Austauschs: Durch die Kombination von Archivmaterial und Fachkommentar soll der Abend das Verständnis für diese komplexe Zeit schärfen.

Die Vorführung bietet die Gelegenheit, sich über persönliche Schicksale und bildhafte Dokumente mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Die Zuschauer erhalten ein klareres Bild davon, wie der Nationalsozialismus den Alltag in Westfalen prägte. Die anschließende Diskussion sorgt dafür, dass die Veranstaltung mehr ist als nur ein Filmabend – sie regt zur aktiven Reflexion an.