Ukraine stärkt Landesverteidigung durch Schulreformen und Widerstandszentren
Tobias ZimmermannUkraine stärkt Landesverteidigung durch Schulreformen und Widerstandszentren
Die Werchowna Rada, das ukrainische Parlament, hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Landesverteidigung durch Bildung und Ausbildung stärken soll. Das am 25. März beschlossene Reformpaket sieht die Einrichtung spezieller Widerstandszentren sowie eine Aktualisierung der Schullehrpläne vor. Die Änderungen zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des Landes angesichts des anhaltenden Krieges zu erhöhen.
Das Gesetz schafft neue Ausbildungsstätten, in denen Zivilisten praktische Verteidigungsübungen absolvieren können. Dort werden unter anderem Schießtrainings und interaktive Simulationen angeboten. Menschen mit Behinderungen oder Erwerbsunfähige sind jedoch von den körperlichen Ausbildungsanforderungen befreit.
Die Reform umfasst zudem eine Überarbeitung der bestehenden Verteidigungslehre. Ein neues Fach mit dem Titel Grundlagen des nationalen Widerstands wird in die Schulprogramme aufgenommen. Der bestehende Kurs Verteidigung der Ukraine wird erweitert und ist künftig für alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig vom Geschlecht – verpflichtend.
Für Personen, die aus religiösen Gründen den Umgang mit Waffen ablehnen, sind Ausnahmeregelungen vorgesehen. Das Gesetz ermöglicht es der ukrainischen Luftwaffe zudem, bei Bedarf Ausrüstung und Munition vorübergehend in geschützte Standorte zu verlegen. Die Zuständigkeiten der staatlichen Behörden bei der Organisation und Unterstützung des nationalen Widerstandssystems wurden klar definiert.
Die Änderungen treten sofort in Kraft. Schulen und Ausbildungszentren bereiten sich nun auf die Umsetzung der neuen Programme vor. Mit dem Gesetz wird der systematische Ausbau der Verteidigungsbildung im Alltag der Ukraine formal verankert. Die Behörden werden die Einführung in den kommenden Monaten begleiten.






