Timothée Chalamet: Vierte Oscar-Nominierung trotz wachsender Kritik an seiner Kampagne
Tobias ZimmermannTimothée Chalamet: Vierte Oscar-Nominierung trotz wachsender Kritik an seiner Kampagne
Timothée Chalamet ist erneut für einen Oscar nominiert worden – diesmal für seine Rolle in Marty Supreme. Die Bekanntgabe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Schauspieler mit wachsender Kritik an jüngsten Äußerungen während seiner Award-Kampagne konfrontiert ist. Trotz der Gegenreaktion bleibt er einer der jüngsten Darsteller, die in der Geschichte der Academy mehrfach als Hauptdarsteller nominiert wurden.
Erstmals wurde Chalamet 2018 von der Academy für Call Me by Your Name gewürdigt. Eine zweite Nominierung folgte 2025 für A Complete Unknown. Mit seiner aktuellen Nominierung für Marty Supreme kommt er nun auf insgesamt vier Oscar-Nominierungen – alle in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller".
Seine jüngste Kampagne wurde jedoch von einer Kontroverse überschattet. Äußerungen über Ballett und Oper lösten eine breite Welle der Empörung aus, darunter auch Kritik von Branchengrößen wie Steven Spielberg. Eine Social-Media-Bewegung unter dem Hashtag "Stop Timmy" hat seitdem vor den Oscars an Fahrt aufgenommen.
Trotz des Aufruhrs wurde Chalamet in West Hollywood gesichtet, wo er vor der Verleihung im Restaurant Manpuku speiste. Er trug eine graue Windjacke und eine dunkelblaue Baseballkappe mit orangefarbenem Design – vermutlich eine Anspielung auf Marty Supreme. Seine Kleidungswahl sorgte für Diskussionen unter Fans und Kritikern, die spekulierten, ob die Kontroverse seine Chancen auf den Award beeinträchtigen könnte.
Mit 29 Jahren hat Chalamet bereits Marlon Brandos Rekord als jüngster Schauspieler mit drei Nominierungen als Hauptdarsteller übertroffen. Doch trotz seiner wiederholten Anerkennung wartet er noch immer auf seinen ersten Oscar-Gewinn.
Der Schauspieler geht nun mit einem Mix aus Anerkennung und Kritik in die Oscar-Verleihung. Seine Leistung in Marty Supreme brachte ihm eine weitere Nominierung ein, doch die Folgen seiner jüngsten Äußerungen könnten beeinflussen, wie die Branche – und das Publikum – seine Kampagne wahrnehmen. Unabhängig vom Ausgang ist sein Platz in der Oscar-Geschichte bereits gesichert: als einer der jüngsten Anwärter in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller".