07 February 2026, 04:24

Thyssenkrupp verkauft HKM-Anteil und beschleunigt Stahl-Restrukturierung bis 2026

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine große Maschine bedienen, umgeben von Leitern und Stangen, mit dem Text "Cadillac Steel Works" unten.

Thyssenkrupp verkauft HKM-Anteil und beschleunigt Stahl-Restrukturierung bis 2026

Thyssenkrupp leitet tiefgreifende Umstrukturierung seiner Stahlsparte ein

Angesichts wachsender Marktprobleme vollzieht Thyssenkrupp weitreichende Veränderungen in seinem Stahlgeschäft. Das Unternehmen wird seinen Anteil an den Krupp Mannesmann-Hüttenwerken (HKM) bis Juni 2026 an Salzgitter AG veräußern. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Rückgangs der deutschen Stahlproduktion und zunehmender Konkurrenz durch Rivalen wie ArcelorMittal und Tata Steel.

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Die Neuausrichtung ist Teil einer umfassenden Restrukturierung, obwohl die Thyssenkrupp Aktie im vergangenen Jahr um fast 152 Prozent gestiegen ist.

Seit 2021 kämpft das Unternehmen mit steigenden Produktionskosten und einem schrumpfenden globalen Marktanteil. Wettbewerber wie ArcelorMittal und Tata Steel haben ihre Produktion ausgeweitet und die Effizienz gesteigert, was den Druck auf Thyssenkrupp weiter erhöht. Dennoch bleibt das Unternehmen ein wichtiger Akteur in Europa, insbesondere durch die Konzentration auf hochwertige Spezialstähle.

Der Verkauf der HKM-Beteiligung markiert einen entscheidenden Schritt in der Umstrukturierung. Die bestehenden Lieferverträge für Brammen zwischen Thyssenkrupp und HKM werden nun bereits Ende 2028 auslaufen – vier Jahre früher als ursprünglich geplant. Unterdessen expandiert die Wasserstofftochter Nucera mit Unterstützung der Deutschen Bank nach Indien.

Investoren erhalten weitere Einblicke in die finanzielle Lage von Thyssenkrupp, wenn das Unternehmen am 12. Februar 2026 seine Ergebnisse für das erste Quartal 2025/26 vorlegt. Der Bericht wird voraussichtlich die anhaltenden Herausforderungen der Branche widerspiegeln, darunter den Rückgang der deutschen Stahlproduktion und hohe Betriebskosten.

Der Verkauf der HKM-Beteiligung und die vorzeitige Beendigung der Brammen-Lieferverträge unterstreichen Thyssenkrupps Bestrebungen, sich an einen schwierigeren Markt anzupassen. Angesichts nachlassender Stahlnachfrage und steigender Kosten setzt das Unternehmen auf Spezialprodukte und neue Geschäftsbereiche wie die Wasserstofftechnologie. Die anstehende Finanzberichterstattung wird zeigen, ob sich diese Strategie auszahlt.