Thyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyseure für grünes Stahlprojekt in Australien
Jana HerrmannThyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyseure für grünes Stahlprojekt in Australien
Thyssenkrupp Nucera sichert Großauftrag als bevorzugter Lieferant für grünes Stahlprojekt in Westaustralien
Das Unternehmen Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Partner für die Lieferung von Elektrolyseuren im Rahmen seines Mid-West Green Iron-Projekts ausgewählt. Der Deal markiert einen wichtigen Schritt in der klimafreundlichen Stahlproduktion, auch wenn sich die finanziellen Auswirkungen für Thyssenkrupp Nucera frühestens ab 2026/27 zeigen werden.
PGS plant den Bau einer großindustriellen Elektrolyse-Anlage in Westaustralien, die auf die standardisierten 20-MW-scalum®-Module von Thyssenkrupp Nucera setzt. Die Anlage soll eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt erreichen und damit die Produktion von grünem Wasserstoff für die Stahlherstellung ermöglichen. Mit diesem Auftrag wird Thyssenkrupp Nucera zum bevorzugten Technologiepartner für globale Projekte mit einer kombinierten Kapazität von über drei Gigawatt.
Das Vorhaben befindet sich noch in der frühen Planungsphase; eine finale Investitionsentscheidung steht noch aus. Bei Genehmigung strebt PGS an, ab 2029 jährlich sieben Millionen Tonnen grüne Eisenerz-Pellets zu produzieren – unter Nutzung des Wasserstoffs aus den Elektrolyseuren. Die ersten Exporte des kohlenstoffarmen Materials sind für dasselbe Jahr vorgesehen.
Langfristig will PGS die Produktion auf 30 Millionen Tonnen DR-taugliche grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Eisenschwamm) pro Jahr ausbauen. Gleichzeitig soll der CO₂-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Stahlproduktionsmethoden um 90 Prozent reduziert werden.
Das Mid-West Green Iron-Projekt zählt zu den weltweit größten geplanten Initiativen für grüne Stahlherstellung. Die Technologie von Thyssenkrupp Nucera wird dabei eine zentrale Rolle spielen, auch wenn sich die Umsatzwirkungen für das Unternehmen erst ab 2026/27 zeigen dürften. Bei vollständiger Umsetzung könnte die Anlage die Emissionen in der Stahlproduktion deutlich senken und gleichzeitig Millionen Tonnen grüner Eisenprodukte pro Jahr liefern.






