23 January 2026, 08:13

Tarifstreit im NRW-Nahverkehr: ver.di droht mit Streiks nach gescheiterten Verhandlungen

Eine alte Karte von Westfalen, Deutschland, mit den Provinzen des Königreichs England und Wales deutlich sichtbar, auf Papier gedruckt mit detailliertem Text über die Region.

Tarifstreit im NRW-Nahverkehr: ver.di droht mit Streiks nach gescheiterten Verhandlungen

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen endete am 21. Januar ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber legten kein konkretes Angebot vor, sodass zentrale Forderungen der Beschäftigten unberücksichtigt blieben. Die Gewerkschaft ver.di zeigte sich frustriert über den Stillstand und warnte vor möglichen Arbeitskampfmaßnahmen.

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Die Mitarbeiter der Branche fordern weitreichende Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen. Dazu gehören eine Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnkürzungen, eine garantierte elfstündige Ruhepause zwischen den Schichten sowie ein Sonntagszuschlag von mindestens 40 Prozent. Zudem verlangen sie acht bezahlte Tage für Gewerkschaftsarbeit und die Ausweitung des Tarifvertrags auf kurzfristig Beschäftigte und Minijobber.

ver.di betonte, dass die finanzielle Belastung der Verkehrsunternehmen nicht auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen werden dürfe. Frank Werneke, der ver.di-Vorsitzende für Lohnverhandlungen im öffentlichen Dienst, kritisierte die Arbeitgeber scharf, weil sie langjährige Probleme ignorierten. Die Arbeitsbelastung sei seit Jahren unzumutbar hoch, während der Fachkräftemangel weiter zunehme. Die Lohnanpassungen sind bereits an den bestehenden Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gekoppelt. Im Mittelpunkt der aktuellen Gespräche stehen jedoch die Entlastung durch bessere Arbeitszeitregelungen und die Vereinbarung eines 24-Monats-Rahmentarifvertrags. ver.di kündigte an, die Beschäftigten über die nächsten Schritte zu informieren – Streiks bleiben demnach eine Option.

Die Arbeitgeber wollen im nächsten Verhandlungsdurchgang Gegenvorschläge vorlegen. Die Gewerkschaft machte deutlich: Ohne spürbare Fortschritte sei mit weiteren Arbeitskämpfen zu rechnen. Das Ergebnis der Verhandlungen wird entscheiden, ob es für die Beschäftigten Verbesserungen bei Löhnen, Ruhezeiten und Arbeitsplatzsicherheit gibt.