25 June 2026, 00:08

Superintendentin fordert mehr Solidarität mit Israel und warnt vor Antisemitismus

Protestantischer Kirchenkreis betont: 'Als Christen sollten wir uns für Israel einsetzen!'

Superintendentin fordert mehr Solidarität mit Israel und warnt vor Antisemitismus

Superintendentin Dr. Ilka Werner hat in ihrem Jahresbericht an die evangelischen Gemeinden zu mehr Solidarität mit Israel aufgerufen. Gleichzeitig wies sie auf den wachsenden Antisemitismus und die finanzielle Belastung der kirchlichen Sozialdienste hin. In ihrer Ansprache betonte sie sowohl die moralische Verpflichtung als auch die praktischen Herausforderungen, vor denen der Kirchenkreis steht.

In ihrem Bericht verurteilte Werner den zunehmenden Antisemitismus als unerträglich – trotz der immer wieder beschworenen Parole „Nie wieder!“. Sie berief sich dabei auf die Verfassung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die Gottes bleibenden Bund mit Israel und die gemeinsame Hoffnung auf eine erneuerte Welt bekräftigt. Dieses Dokument prägt den Glauben der Solinger Gemeinden.

Werner rief die Christen zu Demut auf, zugleich aber zu einer klaren Haltung gegen Hass. Die Verteidigung der Menschlichkeit und der Kampf gegen Antisemitismus seien grundlegende christliche Pflichten, erklärte sie. Zudem bekräftigte sie das Bekenntnis der Kirche zu Israel: Christen müssten fest an der Seite des jüdischen Volkes stehen.

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Über die moralischen Fragen hinaus warnte Werner vor dem wachsenden finanziellen Druck auf die Diakonie, den sozialen Zweig der Kirche. Steigende Personalkosten gefährdeten ihre Arbeit. Ohne stärkere staatliche Unterstützung drohten Kürzungen bei den Sozialleistungen, so die Superintendentin. Der Kirchenkreis plant, diese Herausforderungen ab dem nächsten Jahr durch eine strukturelle Neuordnung anzugehen: Drei regionale Cluster sollen die Zusammenarbeit verstärken. Pfarrerinnen und Pfarrer werden dann in Teams über größere Gebiete hinweg arbeiten, wobei jede Gemeinde mindestens eine eigene Seelsorgerin oder einen eigenen Seelsorger behält.

Die Einführung regionaler Cluster soll ab dem kommenden Jahr die Zusammenarbeit verbessern. Pfarrerteams werden größere Bereiche betreuen, bleiben aber lokal verankert. Werners Appell für Solidarität mit Israel sowie ihre Warnungen vor Antisemitismus und Finanznot bleiben zentrale Wegweiser für die Zukunft der Kirche.

Quelle