Streit um Umgestaltung des Ohligser Kreisels spaltet lokale Gruppen und Politik
Tobias ZimmermannStreit um Umgestaltung des Ohligser Kreisels spaltet lokale Gruppen und Politik
Pläne zur Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs stoßen auf Widerstand lokaler Gruppen. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) äußert Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gemeinschaft und wirft vor, dass wichtige Stimmen von den Diskussionen ausgeschlossen wurden.
Die BfS lehnt die geplanten Veränderungen am Ohligser Kreisel öffentlich ab. Sie argumentiert, dass durch die Neugestaltung eine zentrale Attraktion verloren gehe, die während des Ohligser Dorffests genutzt werde. Zudem seien alternative Vorschläge – etwa mobile Begrünung auf wasserdurchlässigen Flächen – nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Während einer Sitzung des Bezirksrats wurde der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) die Möglichkeit verwehrt, Stellung zu nehmen – obwohl die BfS gefordert hatte, ihre Perspektive einzubeziehen. Andere Fraktionen im Rat unterstützen jedoch bereits die Umgestaltungspläne.
Die BfS anerkennt die Berechtigung der lokalen Sorgen im Stadtteil Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid. Die Weigerung, der OWG das Wort zu erteilen, deutet auf eine veränderte Haltung der etablierten Parteien gegenüber Bürgerinitiativen hin.
Die OWG bleibt in der Debatte um die Kreisverkehr-Umgestaltung weiter außen vor. Die BfS setzt sich weiterhin für eine stärkere Berücksichtigung von Bürgerbeteiligung und alternativen Lösungen ein. Über das weitere Vorgehen wird der Rat entscheiden.






