Strafverteidiger Philippos Botsaris: "Mein Beruf ist wie Basketball – schnell und taktisch"
Tobias ZimmermannStrafverteidiger Philippos Botsaris: "Mein Beruf ist wie Basketball – schnell und taktisch"
Philippos Botsaris ist Strafverteidiger und Gründer der Kanzlei PB Recht. Zudem wirkt er als Of Counsel für die Anwaltssozietät Plan A. Sein Berufsalltag dreht sich um die Beratung und Vertretung von Mandanten in Strafsachen – ein Bereich, den er mit einem schnellen Mannschaftssport wie Basketball vergleicht.
Botsaris sieht sich nicht nur als Jurist, sondern auch als Unterstützer für Menschen, die um ihre Rechte kämpfen. Besonders erfüllend ist für ihn der Moment, in dem er Menschen zur Seite steht, wenn sie Hilfe am dringendsten brauchen.
Ein typischer Montag beginnt für ihn früh. Der Tag ist gefüllt mit Terminen, Gerichtsverhandlungen und Telefonaten. Später im Büro erledigt er Post, führt Mandantengespräche und bereitet Fälle vor. Diese intensive Arbeitsweise führt oft zu 50- bis 55-Stunden-Wochen – in hektischen Verfahrensphasen sogar zu noch längeren Tagen.
Die Balance zwischen Beruf und Privatleben gestaltet sich schwierig, vor allem, wenn Gerichtstermine häufige Abwesenheiten erfordern. Trotz des Drucks findet er Ruhe im Vincenzo’s in Hagen, wo er frischen Minztee genießt – ein stiller Ort zum Reflektieren.
Botsaris plädiert für eine Reform des juristischen Ausbildungssystems. Die staatlichen Prüfungen, so seine Kritik, legten zu viel Wert auf das Auswendiglernen riesiger Stoffmengen unter extremem Zeitdruck. Law-Studierenden rät er, Vorlesungen zur Rechtsgeschichte nicht auszulassen – ein Fach, das er als grundlegend erachtet.
Seine Herangehensweise an die Strafverteidigung ähnelt der Disziplin des Basketballs: Erfolg hänge, so Botsaris, von Einsatz, Strategie und der richtigen Haltung ab – sowohl im Gerichtssaal als auch bei der Fallvorbereitung.
Trotz der langen Arbeitszeiten und hohen Anforderungen bleibt er seinem Beruf verbunden. Sein Fokus liegt darauf, Mandanten kraftvoll zu vertreten und gleichzeitig für Veränderungen in der juristischen Ausbildung einzutreten. Für ihn geht es im Beruf nicht nur um Fälle – es geht darum, für Menschen einzustehen, wenn es am meisten zählt.






