18 April 2026, 08:07

Stellantis-Händler fordern mehr Unterstützung bei sinkenden Gewinnen und Ersatzteilknappheit

Papier mit gedrucktem Text "The Archer & Co Dealers in Coals, Essex Wharf, Bow Bridge".

Stellantis-Händler fordern mehr Unterstützung bei sinkenden Gewinnen und Ersatzteilknappheit

Rund 300 Händler und Führungskräfte von Stellantis trafen sich in Köln zur jährlichen Hauptversammlung des Verbands der deutschen Citroën-, DS- und Peugeot-Vertragspartner (VCDP). Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drängende Herausforderungen wie sinkende Gewinne, steigende Kosten und Engpässe bei Ersatzteilen.

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Die Händler forderten transparentere Garantieverfahren, eine bessere Ersatzteilversorgung sowie stärkere finanzielle Unterstützung durch den Hersteller. Während der Tagung wiesen sie auf anhaltende Probleme mit Rentabilität und Liquidität hin. Viele berichteten von sinkenden Restwerten, insbesondere bei jungen Leasingrückläufern. Über 90 Prozent der Befragten sprachen sich für künftige Leasingmodelle mit garantierten Restwerten oder Rückkaufoptionen durch den Hersteller aus.

Stellantis kündigte als Reaktion Maßnahmen an, um Garantieansprüche zu vereinfachen und die Außendienstteams auszubauen. Das Unternehmen versprach zudem messbare Verbesserungen der Liquidität, wobei mit Gewinnsteigerungen ab 2026 gerechnet wird. Citroën verlängerte unterdessen die Garantie für Verbrenner- und Elektrofahrzeuge auf bis zu acht Jahre – eine Maßnahme, die auf jüngste Rückrufaktionen folgt.

Peugeot präsentierte eine kurzfristige Kampagne zur Unterstützung junger Leasingrückläufer, die in Zusammenarbeit mit Stellantis Financial Services (SFS) umgesetzt wird. Die Marken Citroën, DS und Peugeot streben an, ihre Verkäufe in Deutschland bis 2026 über alle Antriebsarten hinweg zu steigern. Zudem wurden ein neuer Händlervertrag und ein aktualisiertes Corporate-Identity-Konzept diskutiert, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten sollen.

Stellantis hat sich verpflichtet, die Bedenken der Händler durch administrative Änderungen, erweiterte Dienstleistungen und finanzielle Hilfen anzugehen. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die Rentabilität zu stabilisieren und die Liquidität ab 2026 zu verbessern. Die Händler erhalten zudem ab Anfang 2027 aktualisierte Verträge und überarbeitete Markenrichtlinien.

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