26 January 2026, 14:16

SPD plant radikale Schulreform in NRW: Nur noch Gymnasium und Gesamtschule ab 2032

Eine alte Karte von Westfalen, Deutschland, mit sichtbaren Provinzen des Königreichs England und Wales, auf Papier gedruckt mit detallierten Text über die Region.

Ott will das NRW-Schulsystem radikal umkrempeln - SPD plant radikale Schulreform in NRW: Nur noch Gymnasium und Gesamtschule ab 2032

Nordrhein-Westfalens Schulsystem könnte eine grundlegende Umstrukturierung erfahren – falls die SPD 2027 die Landtagswahl gewinnt. Jochen Ott, der neu aufgestellte Spitzenkandidat der Partei, schlägt vor, das aktuelle mehrgliedrige System durch nur noch zwei Schulformen zu ersetzen. Künftig sollen Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule zwischen einem Gymnasium und einer Gesamtschule wählen können.

Das bestehende System in NRW umfasst Nachrichten, Otto, Hauptschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Berufskollegs sowie Modellversuche wie Gemeinschaftsschulen und Primus-Schulen, die 2013/2014 eingeführt wurden und noch in fünf Städten betrieben werden: Minden, Münster, Schalksmühle, Titz und Viersen. Ott kritisiert die aktuelle Struktur als übermäßig kompliziert – selbst die Bildungsministerin könne nicht alle Schulformen aus dem Stegreif aufzählen, so der Vorwurf.

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Laut SPD-Plänen soll die Umstellung bis 2032 abgeschlossen sein, also bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode. Ott übt scharfe Kritik am heutigen System, das seiner Meinung nach viele Schülerinnen und Schüler „abwertet“: Jährlich scheitere jeder fünfte Schulabgänger daran, einen direkten Ausbildungsplatz zu erhalten. Neben der strukturellen Reform will die SPD „handyfreie Vormittage“ an Schulen einführen, um Kindern mehr Zeit ohne digitale Ablenkung zu ermöglichen. Anders als bei früheren Reformen würde eine SPD-geführte Landesregierung solche Entscheidungen zentral steuern – und nicht den Kommunen überlassen.

Die geplante Reform würde das Schulsystem in NRW nach der Grundschule auf zwei Wege reduzieren. Bei einer Umsetzung soll sie zudem Leistungsdefizite bei Schülerinnen und Schülern verringern und der übermäßigen Nutzung digitaler Geräte entgegenwirken. Die SPD strebt an, die Änderungen innerhalb von fünf Jahren nach Amtsantritt abschließend umzusetzen.