Spandauer Zitadelle: Vom Gefängnis zum angesagten Nachtleben-Treffpunkt
Hannah PetersSpandauer Zitadelle: Vom Gefängnis zum angesagten Nachtleben-Treffpunkt
Historische Festung in Berlin wird zum neuen Nachtleben-Hotspot
Die Zitadelle Spandau, eine Renaissance-Festung aus dem 16. Jahrhundert, hat sich einen neuen Ruf als angesagter Urlaubs-Spot erarbeitet. In ihren Mauern befindet sich nun der Zita Club, der jahrhundertealte Architektur mit moderner Unterhaltung verbindet. Den Auftakt bildete am 13. Oktober die erste große Veranstaltung Ibiza Vibes, gefolgt von regelmäßigen Spandau Nights jeden Samstag.
Die Ursprünge der Spandauer Zitadelle reichen bis ins Jahr 1157 zurück, als Albrecht der Bär Spandowe eroberte. Um 1220 entstand der Juliusturm – später als Bergfried bekannt – zum Schutz der Burg der Markgrafen. Erstmals urkundlich als Castro Spandowe 1317 erwähnt, diente der Ort ab 1402 als Staatsgefängnis. Zwischen 1560 und 1594 bauten die italienischen Architekten Francesco Chiaramello de Gandino und Rochus Guerrini die Anlage zu einer wehrhaften Renaissance-Festung um, die als uneinnehmbar galt. Im Laufe der Jahrhunderte diente sie als Militärstützpunkt, Zufluchtsort für den preußischen Hof während des Siebenjährigen Krieges und schließlich als Kulturstätte.
Der Zita Club, betrieben von André Krüger von Channel Music, öffnete diesen Herbst seine Pforten in der Festung. Geöffnet ist er freitags und samstags ab 22 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro. Die Eröffnungsfeier Ibiza Vibes gab den Ton an für eine Reihe von Wochenendveranstaltungen unter dem Motto Spandau Nights. Für 2024 sind Pläne für einen Open-Air-Clubbereich für After-Work-Treffen unter der Woche in Arbeit, um das Angebot zu erweitern.
Das Konzept des Clubs verbindet das imposante Renaissance-Erbe der Festung mit zeitgemäßem Nachtleben. Unter den massiven Steinmauern und Gewölbedecken treffen DJs und Tänzer aufeinander – ein Kontrast zwischen historischer Pracht und moderner Energie.
Mit dem Zita Club beginnt für die Spandauer Zitadelle ein neues Kapitel. War sie einst Symbol militärischer Stärke, zieht sie heute Menschen für Musik und Unterhaltung an. Mit weiteren Ausbauplänen könnte die Location zu einer festen Größe in der Berliner Nachtleben-Szene werden.
