Solinger Initiative bremst Fronhof-Umbau: Fehlende Strategie stoppt Pläne vorerst
Tobias ZimmermannSolinger Initiative bremst Fronhof-Umbau: Fehlende Strategie stoppt Pläne vorerst
Die Initiative SG zukunft hat Bedenken gegen die Pläne zur Neugestaltung des Fronhofs in Solingen geäußert. Die Gruppe argumentiert, dass größere Veränderungen erst dann angegangen werden sollten, wenn eine umfassende Strategie für die Innenstadt vorliegt. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt plant, im nächsten Jahr ein neues Team speziell für die Belebung der Innenstadt einzurichten.
Die Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion im Stadtrat hatte kürzlich einen Entwurf für die Umgestaltung des Fronhofs vorgelegt. SG zukunft reagierte skeptisch und bezeichnete den Vorschlag als verfrüht. Nach Ansicht der Initiative fehlt dem Plan eine klare strategische Grundlage, und ohne ein übergeordnetes Konzept für das Gebiet besteht die Gefahr von unkoordinierten Einzelmaßnahmen.
Die Gruppe besteht darauf, dass am Fronhof vorerst keine weiteren Gestaltungsarbeiten durchgeführt werden sollten, bis ein transparenter Masterplan erarbeitet ist. Notwendige Instandsetzungsarbeiten – etwa die Behebung langjährig vernachlässigter baulicher Mängel – befürwortet SG zukunft jedoch. Ihrer Meinung nach dürfen oberflächliche Veränderungen nicht ohne abgestimmte Planung vorangetrieben werden.
Ab dem 1. Februar 2026 soll der neu geschaffene Innenstadtstab seine Arbeit aufnehmen. Das Team wird aus einer Stabstelle, zwei Stadtplaner:innen, einer Wirtschaftsförderin bzw. einem Wirtschaftsförderer sowie einer Kommunikationsfachkraft bestehen. SG zukunft plädiert dafür, Investitionen in die Innenstadt zurückzustellen, bis diese Gruppe ein ganzheitliches Belebungskonzept vorlegt.
Die Diskussion um die Zukunft des Fronhofs zeigt unterschiedliche Auffassungen darüber, wie städtische Entwicklung angegangen werden sollte. Die Haltung von SG zukunft deutet darauf hin, dass eine Neugestaltung voraussichtlich erst dann vorankommen wird, wenn der Innenstadtstab seine Strategie präsentiert. Bis dahin scheint es breite Unterstützung lediglich für dringende Sanierungsarbeiten zu geben.
