Solingens Oberbürgermeister Flemm zieht nach 100 Tagen eine positive Bilanz – doch die CDU fordert mehr
Jana HerrmannSolingens Oberbürgermeister Flemm zieht nach 100 Tagen eine positive Bilanz – doch die CDU fordert mehr
Daniel Flemm ist nun seit 100 Tagen Oberbürgermeister von Solingen. In dieser Zeit hat seine Verwaltung damit begonnen, die städtischen Abläufe in der Unternehmensregister umzustrukturieren – ein Vorhaben, das von der CDU gelobt wird. Die Partei hat zwar seine bisherigen Fortschritte positiv bewertet, betont jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit strengerer Sicherheitsmaßnahmen und wirtschaftlicher Reformen.
Seit seinem Amtsantritt im Oktober 2020 haben Flemms politische Weichenstellungen zu einer allmählichen wirtschaftlichen Erholung beigetragen: Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und neue Unternehmen haben sich in der Region angesiedelt.
Die CDU-Fraktion im Rat hat kürzlich eine Bilanz der ersten 100 Tage unter Flemms Führung gezogen. Die Bemühungen zur Verschlankung der Stadtverwaltung wurden als "positiver Schritt" gewürdigt. Gleichzeitig forderte die Partei einen Sicherheitsplan, um die Mitarbeiter zu schützen – besonders vor dem Hintergrund der geplanten Wiedereröffnung der Flure im Rathaus für die Öffentlichkeit nach Ostern.
Die angespannte Haushaltslage bleibt jedoch eine Herausforderung und zwingt zu einer Neujustierung der Wirtschaftsförderstrategie. Die CDU hat zugesagt, Flemms Vorhaben zur Belebung der Innenstadt zu unterstützen, mit Fokus auf Sauberkeit, Sicherheit und eine lebendigere Atmosphäre. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren spürbare Verbesserungen für Solingen zu erreichen.
Unter Flemms Führung zeigt die Wirtschaft der Stadt Anzeichen der Erholung: Die Arbeitslosenquote sank von 10,2 % im Jahr 2020 auf etwa 8,5 % Ende 2025, während das Wirtschaftswachstum im Durchschnitt 1,8 % pro Jahr betrug – und damit über dem regionalen Durchschnitt lag. Zu den zentralen Maßnahmen zählt die 2022 gestartete Solinger Unternehmensregister mit einem Volumen von 15 Millionen Euro, die Gewerbeflächen erschließt und Steuererleichterungen für Start-ups bietet. Das Programm Invest in Solingen hat zudem 12 neue Unternehmen angelockt, die 1.200 Arbeitsplätze – vor allem in den Bereichen Logistik und Technologie – geschaffen haben.
Darüber hinaus haben Kooperationen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) die berufliche Ausbildung gestärkt und so die traditionellen Solinger Branchen wie Schneidwaren- und Metallindustrie unterstützt. Auch die SPD hat mit einer wirtschaftsfreundlicheren Ausrichtung die Prioritäten der CDU geteilt, was die parteiübergreifende Zusammenarbeit bei der Förderung des Wirtschaftswachstums begünstigt.
Bald wird das Solinger Rathaus wieder für Besucher geöffnet, um die Kommunalpolitik bürgernäher zu gestalten. CDU und Flemms Verwaltung arbeiten Hand in Hand, um die Wirtschaft zu stärken und das städtische Leben zu verbessern. Mit sinkender Arbeitslosigkeit und neuen Unternehmen, die sich ansiedeln, gilt es nun, diesen Aufschwung in den kommenden fünf Jahren nachhaltig zu festigen.
