Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einheit im Kampf gegen Obdachlosigkeit in der Kälte
Tobias ZimmermannSolingens Bezirksbürgermeister fordert Einheit im Kampf gegen Obdachlosigkeit in der Kälte
Solingens Bezirksbürgermeister Marc Westkämper hat alle politischen Gruppen in der Stadt aufgefordert, im Kampf gegen Obdachlosigkeit an einem Strang zu ziehen. Angesichts der aktuell frostigen Temperaturen, die obdachlose Menschen besonders gefährden, betonte er die Dringlichkeit gemeinsamer Maßnahmen. Sein Appell erfolgt vor der Sitzung des Bezirksrats am 23. Februar, in der eine abgestimmte Vorgehensweise beraten werden soll.
Westkämper wies Vorwürfe zurück, er unterstütze einen von der CDU eingebrachten Antrag, der auch von der rechtspopulistischen AfD mitgetragen werde. Stattdessen unterstrich er die Bedeutung humanitärer Hilfen in der Kälteperiode. Sein Anliegen sei es, den Schutz obdachloser Menschen mit der Lösung lokaler Probleme zu verbinden.
Die CDU hat bereits Initiative ergriffen und für die nächste Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe eine offizielle Anfrage eingereicht. Zudem lud sie Vertreter zu einer Gesprächsrunde am 19. Februar ein, um Lösungsansätze zu erörtern. Westkämper zeigt sich gesprächsbereit gegenüber allen Fraktionen und pocht auf eine geteilte Verantwortung.
Wie viele Obdachlose derzeit unter der Brücke in Ohligs leben, ist offiziell nicht erfasst. Doch mit seinem Vorstoß für mehr Zusammenarbeit will Westkämper Schaden abwenden und die Unterstützungssysteme in ganz Solingen verbessern.
Am 23. Februar wird der Bezirksrat über eine gemeinsame Strategie beraten. Westkämpers Fokus liegt auf praktischen Lösungen statt auf politischen Grabenkämpfen. Sein Aufruf zielt auf Dialog, Eile und darauf ab, dass niemand in der Kälte leiden muss.
Politischer Stillstand vertieft sich vor entscheidender Abstimmung
Die Spannungen haben sich vor der entscheidenden Bezirksrat-Sitzung in Solingen am 23. Februar verschärft. Berichte deuten darauf hin, dass die Verhandlungen am 22. Februar gescheitert sind, wobei die Grünen Westkämper beschuldigen, die geplanten Änderungen der Straßenordnung nicht abzumildern. Wichtige Entwicklungen sind:
- CDU/SG Zukunft benötigen AfD-Unterstützung, um eine Mehrheit für ihren Plan zur Schließung des Unterführungswegs zu sichern.
- SPD und Grüne lehnen den Vorschlag ab und berufen sich auf Menschenrechtsbedenken und bevorzugen lösungen auf Gemeindeebene.
- Die Sitzung am 23. Februar wird entscheiden, ob die umstrittene Verordnung weitergeht.