20 June 2026, 18:05

Solingen und Niederlande suchen Lösungen für ukrainische Geflüchtete im Arbeitsmarkt

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Solingen und Niederlande suchen Lösungen für ukrainische Geflüchtete im Arbeitsmarkt

Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich Solingen, um über die Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt zu sprechen. Zu der Gruppe gehörten Vertreter niederländischer Ministerien sowie des Ministeriums für Arbeit und Soziales von Nordrhein-Westfalen. Bei dem Treffen tauschten sie sich mit lokalen Verantwortlichen über gemeinsame Herausforderungen und Lösungsansätze aus.

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Während des Besuchs skizzierte Jan Welzel, Leiter des Sozial- und Rechtsamts der Stadt Solingen, die aktuelle Lage – auf Niederländisch. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Solingen über 1.750 Geflüchtete aufgenommen, von denen noch knapp 1.400 in der Stadt leben. Davon beziehen 1.240 Personen Bürgergeld über das örtliche Jobcenter.

Die Delegation beschäftigte sich mit zentralen Themen wie Sprachkurse, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, schulische Integration und Arbeitsvermittlung. Derzeit nehmen 394 ukrainische Geflüchtete in Solingen an Deutschkursen teil. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 37 Prozent der Geflüchteten langfristig in Deutschland bleiben möchten, während 34 Prozent bis zum Ende des Krieges hierbleiben wollen.

Die Finanzierung bleibt eine der größten Sorgen, da Städte wie Solingen den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration tragen. Die niederländische Delegation wies zudem auf die Schwierigkeiten bei der Anerkennung ukrainischer akademischer und beruflicher Abschlüsse hin – ein Problem, das beide Länder gleichermaßen betrifft. Als positives Beispiel wurde die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich genannt, wo niederländische und ukrainische Psychologinnen und Psychologen gemeinsam Geflüchtete unterstützen.

Ziel der Gespräche war es, die Integrationsbemühungen für ukrainische Geflüchtete in Deutschland und den Niederlanden zu verbessern. Gemeinsame Herausforderungen wie Finanzierung und Abschlussanerkennung wurden thematisiert, während kooperative Modelle im Gesundheitswesen als mögliche Lösungswege vorgestellt wurden.

Quelle