Solingen testet bahnbrechendes Notfallsystem SMARTKRIS für schnellere Krisenkommunikation
Tobias ZimmermannSolingen testet bahnbrechendes Notfallsystem SMARTKRIS für schnellere Krisenkommunikation
Solingen ist die erste Stadt, die ein neues Notfallkommunikationssystem namens SMARTKRIS testet. Das Projekt soll Bewohnern in Krisensituationen schnellere und klarere Informationen liefern. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, baut es auf den bestehenden digitalen Werkzeugen der Stadt auf, um öffentliche Warnmeldungen zu verbessern.
Im Rahmen der Initiative werden die Website, die Mobile-App und die öffentlichen Informationsterminals Solingens aufgerüstet. Diese Verbesserungen ergänzen die bestehenden Warnsysteme und ermöglichen direktere Updates in Notfällen. Die SolingenApp dient dabei als technische Grundlage für das Projekt.
Wissenschaftlich begleitet wird SMARTKRIS von der Technischen Universität Braunschweig, die das zugrundeliegende Modell entwickelt. Nach der Fertigstellung wird Solingen das System in die Praxis umsetzen und seine Wirksamkeit testen. Nils Gerken, ein Projektvertreter, betonte die Zusammenarbeit zwischen Forschern und lokalen Behörden als besonderen Stärken des Vorhabens.
Das Projekt basiert auf Open-Source-Technologie und offenen Schnittstellen, sodass andere Städte das Modell später übernehmen können. Bereits über 20 Kommunen nutzen das SmartCity-Rahmenwerk Solingens – ein Indiz für das große Potenzial von SMARTKRIS, sobald es vollständig entwickelt ist.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für das Projekt 400.000 Euro bereit. Bei Erfolg könnte das System zum Vorbild für die Verbesserung der Notfallkommunikation in ganz Deutschland werden. Die Pilotphase in Solingen wird zeigen, wie gut das Modell unter realen Bedingungen funktioniert.






