Solingen plant lebendigen Begegnungsort aus historischem Hauptbahnhof
Jana HerrmannSolingen plant lebendigen Begegnungsort aus historischem Hauptbahnhof
Solingen treibt Pläne für die Zukunft des Alten Hauptbahnhofs im Südpark voran
Die Stadt Solingen setzt ihre Bemühungen fort, die Zukunft des Alten Hauptbahnhofs im Südpark langfristig zu sichern. Das historische Ensemble an der Bahnhofstraße 15, 17 und 19 soll zu einem lebendigen Veranstaltungs- und Begegnungsort für die Öffentlichkeit umgebaut werden. Die Verantwortlichen sehen in einem privaten Betreiber die beste Lösung für das Vorhaben.
Federführend bei der Vermarktung des Geländes ist das Liegenschaftsamt, unterstützt von der Stadtplanungsabteilung und einem externen Berater. Ziel ist es, Investoren zu gewinnen, die strenge Auflagen erfüllen: der Erhalt der Gebäudesubstanz, die Gewährleistung des öffentlichen Zugangs sowie die Schaffung eines finanziell tragfähigen und architektonisch einzigartigen Ortes.
Die Stadt hat sich für einen Verkauf des Objekts entschieden, da die hohen Sanierungskosten und die angespannte Haushaltslage andere Optionen ausschließen. Als idealer Käufer gilt eine gemeinnützige Organisation oder Stiftung – passend zum städtischen Fokus auf Bildung, Schulen und Kinderbetreuung.
In Kürze wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und digitale Infrastruktur mit den Plänen befassen. Auch der Finanzausschuss wird das Thema in einer der nächsten Sitzungen behandeln. Bei Zustimmung soll ein formelles Vergabeverfahren eingeleitet werden, um die ursprünglichen Förderziele und die zweckgebundene Nutzungsdauer bis 2026 zu übertragen.
Für den Erfolg des Projekts wird ein professionelles Veranstaltungsmanagement als unverzichtbar angesehen. Da der Kommunalverwaltung das nötige Know-how fehlt, setzt man auf externe Betreiber. Die Vermarktung läuft bereits: Interessenten müssen ein überzeugendes Konzept vorlegen, das sich an den Prioritäten der Stadt orientiert. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob der Alte Hauptbahnhof auch in den kommenden Jahren als öffentlicher Ort erhalten bleibt.
