Solingen plant drastische Kita-Gebührenerhöhung – bis zu 400 Euro pro Monat
Tim PetersSolingen plant drastische Kita-Gebührenerhöhung – bis zu 400 Euro pro Monat
Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach plant eine deutliche Erhöhung der Kita-Gebühren in allen städtischen Kindertageseinrichtungen. Die vorgeschlagenen Kosten könnten mehr als 400 Euro pro Kind und Monat betragen. Lokale Wirtschaftsvertreter haben bereits Bedenken geäußert, dass dies Familien und die regionale Wirtschaft belasten werde.
Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Solinger Mittelstandsverbands, warnt, dass höhere Gebühren Familien davon abhalten könnten, in die Region zu ziehen. Zudem befürchtet sie, dass die Erhöhung den Fachkräftemangel verschärfen könnte, indem die Stadt für Arbeitnehmer mit kleinen Kindern an Attraktivität verliert.
Marc Westkämper, stellvertretender Vorsitzender des Verbands, argumentiert, dass teure Kinderbetreuung Frauen davon abhalten könnte, nach der Geburt wieder in den Beruf einzusteigen. Er bezeichnete die geplante Maßnahme als „rückschrittlich, frauenfeindlich“ und einen „Rückschritt für die Gesellschaft“.
Sowohl Steingruber als auch Westkämper kritisieren Bürgermeister Kurzbach dafür, dass er nicht den Verwaltungsapparat verkleinere, um die Belastung für Mittelschichtfamilien zu verringern. Stattdessen, so ihre Befürchtung, werde die Gebührenerhöhung Eltern in benachbarte Kommunen treiben, wo die Betreuung günstiger oder sogar kostenlos ist.
Die Erhöhung könnte dazu führen, dass Familien Solingen verlassen, um günstigere Alternativen zu finden. Höhere Kosten könnten zudem die Erwerbstätigkeit von Eltern verringern. Die Pläne stoßen bei Vertretern der lokalen Wirtschaft auf scharfe Kritik.






