Solingen plant die Zukunft des Kerstinghauses – zwischen Kultur und neuer Nutzung
Jana HerrmannSolingen plant die Zukunft des Kerstinghauses – zwischen Kultur und neuer Nutzung
Solingen plant die Zukunft des Kerstinghauses – ein historisches Gebäude im Stadtzentrum
Aktuell werden mögliche neue Nutzungen für das Erdgeschoss des Kerstinghauses diskutiert. Vertreter der Stadt und Anwohner beraten, wie der Raum am besten wiederbelebt werden kann. Noch sind jedoch keine endgültigen Entscheidungen gefallen, da die Vorschläge zunächst politisch debattiert und beschlossen werden müssen.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich das Kerstinghaus zu einem kulturellen und veranstaltungsorientierten Zentrum entwickelt. Nach umfassenden Sanierungen zu Beginn der 2010er-Jahre stieg die jährliche Besucherzahl von etwa 10.000 vor 2010 auf über 30.000 im Jahr 2025. Dieser Erfolg steht im Kontrast zu benachbarten Einrichtungen wie dem Grünen Hof, wo geringere Investitionen zu stagnierenden oder rückläufigen Besucherzahlen führten. Ähnliche Projekte in anderen Städten – etwa das Alte Rathaus in Leipzig, das Zeughaus in Berlin oder die Krämerbrücke in Erfurt – florieren ebenfalls nach ihrer Restaurierung und dienen Solingen als Vorbild.
Die Arbeitsgruppe Innenstadt und die Solinger Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) steuern den Planungsprozess. Ihr Ziel ist es, eine nachhaltige Funktion für das Gebäude zu schaffen, die dem Herzen der Stadt zugutekommt. Um sicherzustellen, dass das endgültige Konzept den lokalen Bedürfnissen entspricht, wird aktuell Bürgerfeedback eingeholt.
Obwohl das Kerstinghaus derzeit nicht als öffentliche Dienststelle für den Stadtordnungs- und Sicherheitsdienst genutzt wird, sorgt der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) durch regelmäßige Streifen für eine sichtbare Präsenz im Umfeld. Angestrebt wird eine Lösung, die breite politische Unterstützung findet und in die langfristige Vision für die Innenstadt passt.
Das Kerstinghaus bleibt ein zentraler Baustein für die künftige Entwicklung Solingens. Sobald der Plan finalisiert ist, muss er von den lokalen Entscheidungsträgern abgesegnet werden, bevor Änderungen umgesetzt werden können. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, wie das Gebäude die Gemeinschaft in den kommenden Jahren weiter bereichert.






