Solingen kämpft um 950 unbesetzte Kita-Plätze – SPD startet Hilfskampagne gegen Landesblockade
Jana HerrmannSolingen kämpft um 950 unbesetzte Kita-Plätze – SPD startet Hilfskampagne gegen Landesblockade
Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Informationskampagne gestartet, um die Finanzkrise der Stadt und den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen zu bekämpfen. Der Vorstoß erfolgt, während Verzögerungen der Landesregierung dazu führen, dass trotz lokaler Bemühungen 950 Betreuungsplätze unbesetzt bleiben. Beamte warnen, dass der politische Fokus auf der Lösung dieser Probleme liegen müsse – und nicht auf vorzeitigem Wahlkampf für 2025.
Unter Bürgermeister Tim Kurzbach hat Solingen in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Investitionsprogramm umgesetzt. Dazu zählen der großangelegte Schulbau, neue Feuerwehrwachen und umfangreiche Straßensanierungen. Zudem hat die Stadt zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet und innerhalb weniger Wochen Spielgruppen eingerichtet, um den Druck auf die Kinderbetreuung zu verringern.
Doch die mangelnde Unterstützung der Landesregierung bremst die Fortschritte aus. Investoren ziehen sich zurück, was einige Betreuungseinrichtungen zur Schließung zwingt. Die SPD betont, dass die aktuellen Krisen – fehlende Kita-Plätze, angespannte Haushaltslage und Herausforderungen im Krankenhausbereich – nicht in Solingen begonnen hätten, aber nun dringend eine gemeinsame Lösung erforderten.
Die Partei ruft alle Ratsfraktionen zur Zusammenarbeit auf. Sie besteht darauf, dass die jüngsten Fortschritte der Stadt nicht durch politische Grabenkämpfe oder verfrühten Wahlkampf zunichtegemacht werden dürfen.
Ziel der Kampagne ist es, die Ursachen der Solinger Probleme aufzuzeigen und gleichzeitig Lösungen voranzutreiben. Ohne Rückendeckung des Landes bleiben 950 Betreuungsplätze unbesetzt, und die finanziellen Belastungen bestehen fort. Der SPD-Aufruf zur Einheit unterstreicht die Notwendigkeit sofortigen Handelns – statt langer politischer Debatten.






