Solingen bewahrt Buschfeld als Grünfläche – doch Kritik bleibt laut
Der Planungsausschuss des Bezirksrats hat einen Vorschlag unterstützt, das Buschfeld-Gebiet in Solingen als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche umzuwidmen. Mit diesem Schritt soll eine Bebauung des Geländes dauerhaft verhindert und sichergestellt werden, dass es als Grünfläche erhalten bleibt.
Während der Anhörungsphase sprachen sich sowohl die Industrie- und Handelskammer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Düsseldorf gegen die Umwidmung aus. Dennoch fand der Vorschlag im Ausschuss breite Zustimmung.
Die Fraktion von FDP und Freien Wählern sowie ein SPD-Mitglied stimmten gegen die Änderung. Sie argumentieren, dass die Herausnahme des Buschfelds aus der potenziellen Bebauung Solingens Möglichkeiten für künftige Erweiterungen einschränkt. Die Stadt hat ohnehin bereits begrenzte Wachstumschancen aufgrund des schwierigen Geländes und strenger Planungsvorschriften.
Befürworter der Umwidmung betonen die Bedeutung des Schutzes von Freiflächen und Ackerland. Sie sind überzeugt, dass die Entscheidung die langfristige Erhaltung des Buschfelds als Grünzone sichert. Die geplante Änderung bedeutet, dass das Buschfeld voraussichtlich nicht länger als Wohnbau-Flächenreserve im Düsseldorfer Regionalplan verbleibt. Die Debatte zeigt den Spannungsbogen in Solingen zwischen Flächenschutz einerseits und dem Bedarf an Wohnraum und wirtschaftlicher Entwicklung andererseits. Der Beschluss geht nun mit großer Mehrheit in die nächste Phase.






