Solingen behält Schlaganfallversorgung – doch der Kampf um Millioneninvestitionen beginnt
Tim PetersSolingen behält Schlaganfallversorgung – doch der Kampf um Millioneninvestitionen beginnt
Die SPD-Fraktion hat die Entscheidung der Kplus Gruppe begrüßt, ihre Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden aufzugeben. Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz bezeichnete dies als einen positiven Schritt für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann. Die Kehrtwende stellt das Solinger Städtische Klinikum jedoch vor eine große Aufgabe.
Preuß-Buchholz betonte, dass das Klinikum bereits alle Voraussetzungen für hochwertige Diagnostik und Behandlung erfülle. Dennoch stehe nun eine „gewaltige Herausforderung“ an: der möglichst schnelle Bau einer komplett neuen neurologischen Abteilung inklusive einer Stroke Unit.
Die volle Verantwortung für die Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses wies sie der Kplus-Führung zu. deren jüngste Kritik an der Situation nannte die SPD-Politikerin „peinlich und empörend“. Gleichzeitig forderte sie konkrete Zusagen der Landesregierung für Millioneninvestitionen in die Solinger Gesundheitsversorgung.
Preuß-Buchholz hinterfragte zudem das Fehlen des direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Haug. Sie forderte ihn auf, die Gesundheit der Solinger Bürgerinnen und Bürger zur obersten Priorität zu machen.
Zwar bleibt die Schlaganfallversorgung vorerst in Solingen – doch die Stadt muss nun Landesmittel sichern und den Bau der neuen Neurologie vorantreiben. Wie das Städtische Klinikum diese Anforderungen bewältigt, wird die zukünftige medizinische Versorgung in der Region prägen.






